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James M.
Jiao, Vice President
Wie Kolumbus
anno 1492 die Ufer der Neuen Welt auf der Suche nach Reichtümern zur "Wiederanlage"
in Spanien betrat, so betreten immer mehr Neuankömmlinge unsere Ufer
mit der Absicht, hier ihre in der "Alten Welt" erworbenen Vermögen
gewinnbringend anzulegen. Unsere neuen Nachbarn sind gut beraten, sich
zeitig über die Besonderheiten des amerikanischen Anlagemarktes zu
informieren; wer kann sich schon darauf verlassen, dass die spanische
Krone für kostspielige Fehler gerade steht?
Für Deutsche
etwas ungewohnt ist die Unterteilung der US-Finanzdienstleister in
Banken und Investmenthäuser. Während in den letzten Jahren die Grenzen
zwischen Banken und Brokeragehäusern verschwammen, sind mit Discount-
und Onlinebrokern ganz neue Konkurrenten um den großen Anlagekuchen
entstanden.
Als jemand, der
anfangs im europäischen Anlagegeschäft "groß geworden ist, tun sich
folgende markanten Unterschiede im Privatkundengeschäft auf:
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Auswahl an
Anlagemöglichkeiten:
An den zwei US-Börsen NYSE und NASDAQ sind z.B. über 8,000 heimische
Aktiengesellschaften notiert, während es alle deutsche Börsen gerade
mal auf 883 deutsche AG's bringen. Daraus sind vielfältige
Klassifikationen entstanden, so z.B. "Large Caps, Mid-Caps und
Small-Caps" oder " Growth und Value". Für US-Investments, insbesondere
für Fonds gilt: Damit deutschen Steuerzahlern kein Ungemach seitens
des Finanzamtes zuhause wegen US-Anlagen droht, lohnt es sich, einen
in diesen Dingern bewanderten Anlageberater ausfindig zu machen.
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Risikomanagement:
Während risikoarme Portfolios in Deutschland oft mit wenigen, als
qualitativ hochwertig angesehenen Positionen gleichgesetzt werden
(subjektives Risiko), fokussieren US-Anlagemanager auf Diversifikation
mit vielen Positionen über mehrere Branchen. Anlagen werden oft im
Hinblick auf die Verringerung des (quantitativen)
Gesamtportfoliorisikos ausgesucht. Diese Zahl ist manchmal ebenso
wichtig wie die
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Performance:
In den USA spielt die Ausrichtung an eine vorgegebene Benchmark, z.B.
des S&P 500 Indexes (relative Performance) eine große Rolle, während
in Deutschland noch das Konzept der absoluten Performance üblich zu
sein scheint.
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Ausbildung der
Mitarbeiter:
Während in Deutschland die Banklehre eine solide Grundlage darstellt,
haben US-Banker im Retailbereich insbesondere im grenz- oder
fachbereichsübergreifenden Geschäft nicht das von ihnen gewohnte
Basiswissen. Im reinen Anlagegeschäft hingegen müssen US-Broker
entsprechende Lizenzen durch Ablegen von Fachprüfungen erwerben. Diese
Nachweise dienen dem
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Anlegerschutz:
Der US-Anlagemarkt ist sehr viel stärker reguliert als in Deutschland
zur Zeit noch der Fall. US-Anlageberater sind verpflichtet, über die
finanziellen Verhältnisse, Ziele und Grenzen ihrer Kunden Bescheid zu
wissen und dementsprechend geeignete Vorschläge zu machen. Das bringt
leider einen ziemlichen Papierkrieg und von Deutschen als teilweise
unverschämt empfundene Fragen mit sich. Das amerikanische
Wertpapieraufsichtsamt verhängt empfindliche Strafen für Vergehen.
Staatliche Behörden sichern im großen Umfang auch die Anlagen von
Kunden gegen den wirtschaftlichen Zusammenbruch depotführender
Investmenthäuser.
Wer jetzt noch
nicht vollkommen verwirrt ist, darf sich auf eine erhebliche
Horizonterweiterung freuen. Kapitalmarktreformen in Deutschland haben
dort Aktienmärkte belebt, doch stellen die US-Märkte nach wie vor das
Maß aller Dinge in Sachen "Investmentvergnügen" dar.
Die hierin
enthaltenen Informationen wurden von uns aus zuverlässig angesehenen
Quellen bezogen, wir können jedoch deren Genauigkeit nicht
garantieren. Weder die geäußerten Informationen noch Meinungen stellen
eine Empfehlung von uns zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
James M. Jiao ist
deutschsprachig und steht Ihnen
unter der Tel.-Nummer (305) 773-6894 für Ihre Fragen
gerne zur Verfügung. |
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