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Erfolgreiche Arbeit...

  

Frank Wojack, Direktor der "National Save The Sea Turtle Foundation", 
im Gespräch mit Florida Sun
 

Florida Sun: Frank, Sie sind seit 1986 Direktor der Nationalen Stiftung zur Rettung der Seeschildkröten. Weshalb kümmern Sie sich gerade um Seeschildkröten?
Wojack: Ich war schon immer ein umweltbewusster Mensch und hegte eine besondere Liebe für Meerestiere. Aufgrund der Rücksichtslosigkeit von uns Menschen sind diese besonderen Tiere vom Aussterben bedroht. Daher gründete ich mit Gleichgesinnten diese Organisation.

Florida Sun: Wie haben Sie auf das Problem aufmerksam gemacht?
Wojack: Wir organisierten Projekte, wie z. B. Abfall-Sammelaktionen auf unseren Kanälen in Florida. Unsere Kanäle sind ja mit dem offenen Meer verbunden, daher treibt der Müll aus den Kanälen sehr leicht auch mit der Flut aufs Meer hinaus. Die Anzahl unserer Mitglieder stieg rapide und schon bald waren wir in der Lage, Gruppen und Institutionen, die sich aktiv um den Schutz der Seeschildkröten bemühten, zu unterstützen.

Florida Sun: Um welche Art der Unterstützung handelt es sich dabei?
Wojack: Den Schutz dieser Tiere müssen wir als ein über die Grenzen Floridas hinausgehendes Problem sehen. Wir finanzieren beispielsweise Aktionen in Costa Rica, Mexiko, Bermuda, den Bahamas und Kuba. Dabei geht es unter anderem um den Erhalt des Lebensraumes für diese Tiere, den Schutz der Brutplätze, die Zählungen der Nester und der Arten. Wir sind auch für den Einsatz spezieller Fischernetze, aus denen die Seeschildkröten heraus schwimmen können. Jährlich kommen etwa 150 000 Seeschildkröten in Fischernetzen ums Leben. Darüber hinaus finanzieren wir Projekte an verschiedenen Universitäten hier in Florida, in welchen wir Studenten die Möglichkeit einräumen, die vielen Geheimnisse über das Leben dieser Tiere zu erforschen.

Florida Sun: Wie können die Bewohner der Küstenregionen und auch unsere Urlauber dabei helfen?
Wojack: Die Küstenregionen, an denen unsere Seeschildkröten zum Legen ihrer Eier an Land kommen, schrumpfen durch die zunehmende Bebauung. Die Seeschildkröten kommen nur an Land, um ihre Eier zu legen, wenn sie das Gefühl haben, es handelt sich um einen sicheren Platz. Werden sie durch Licht oder Geräusche gestört, kriechen sie unverrichteter Dinge wieder ins Meer. Wir setzen uns daher für „schildkrötengerechte“ Beleuchtungen ein, die für den Menschen genügend Helligkeit bieten, aber kein Licht auf den Strand werfen. Wir haben zusammen mit der Elektrizitätsgesellschaft Florida Power and Light (FPL) eine Broschüre herausgebracht, die viel Interessantes über Seeschildkröten enthält. (Erhältlich auf Anfrage bei FPL)

Florida Sun: Zeigt Ihre Arbeit einen messbaren Erfolg?
Wojack: Oh ja, der Einsatz der „schildkrötensicheren“ Netze ist in vielen Ländern schon gesetzlich vorgeschrieben. Zusammen mit einer Reihe weiterer Maßnahmen hatte dies vermutlich zur Folge, dass die Zahl der jährlich an unseren Stränden gezählten Nester wieder im Ansteigen begriffen ist. Allein im Bereich von Juno Beach hatten wir von 1999 auf 2000 bei den grünen Seeschildkröten einen Anstieg von 55 auf 620 Nester.


Foto: Edith Richter
Frank Wojack setzt sich für die Rettung
der Seeschildkröten ein.

 

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