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Obwohl die USA verglichen mit anderen Staaten ein noch junges Land
sind, verfügen sie über eine Fülle an Traditionen und Bräuche, weil
die vielen verschiedenen Menschengruppen, die in den letzten
Jahrhunderten eingewandert sind, immer wieder zu dieser kulturellen
Vielfalt an Brauchtum beigetragen haben. Dazu kommen noch hunderte von
regionalen Feiertagen, die durch die besondere Geographie, das Klima
und die Geschichte der verschiedenen Landesteile entstanden sind. Die
Schließung von Ämtern und Geschäften ist hier unterschiedlich, und ob
die Bürger frei haben oder nicht, hängt von örtlichen Gepflogenheiten
ab.
4. Juli: Independence Day – Unabhängigkeitstag
Dieser Tag wird als Geburtstag der Vereinigten Staaten als freie und
unabhängige Nation gefeiert. Die meisten Amerikaner nennen diesen Tag
einfach „Fourth of July“, also “vierter Juli“. Er erinnert an die
Unterzeichung der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. Zu dieser
Zeit führten die 13 Kolonien an der Ostküste Amerikas Krieg gegen den
britischen König und das britische Parlament; sie verlangten zunächst
bessere Behandlung, schließlich die Loslösung von der Herrschaft
Englands. An diesem Tag wurden die Kolonien zum ersten Mal in einem
offiziellen Dokument als Vereinigte Staaten von Amerika bezeichnet.
Heute kennzeichnen Picknicks und patriotische Paraden, Konzerte und
Feuerwerke diesen amerikanischen Feiertag. Überall weht die
amerikanische Fahne – wie auch am Memorial Day und an anderen
Feiertagen. Am Unabhängigkeitstag 2003 jährt sich zum 227. Male die
Unterzeichnung der „Declaration of Independence“.
4. August: International Friendship Day – Freundschaftstag
Ein relativ unbekannter Feiertag, den aber trotzdem nicht wenige
Amerikaner ihren Freunden widmen. Nicht nur der Mikrokosmos des besten
Freundes, auch der Makrokosmos wird bedacht: Freundschaft ist ein
erster Schritt zum Frieden. Restaurants und andere öffentliche
Einrichtungen bieten „special offers“ an, was einerseits das viel
kritisierte Klischee abdeckt, dass die Amerikaner viele menschliche
Werte einfach „unter den Tisch kommerzialisieren“, andererseits freut
man sich als Freund ganz bestimmt, wenn man am „Friendship Day“ mit
kleinen Besonderheiten bedacht wird.
Erster Montag im September: Labor Day – Tag der Arbeit
Nicht wie bei uns am 1. Mai, sondern am ersten Septembermontag wird
hier der „Labor Day“ gefeiert. Der Tag der Arbeit ist schon seit 1894
ein Nationalfeiertag. Er geht zurück auf die Kampagne einer frühen
Arbeiterbewegung, der Knights of Labor. Labor Day wird zu Ehren der
arbeitenden Bevölkerung gefeiert, und in vielen Städten finden Umzüge
von Mitgliedern der Gewerkschaften statt. Für die meisten Amerikaner
bedeutet Labor Day auch das Ende der Sommermonate, und Strände und
Ausflugsziele sind oft überfüllt mit Menschen, die das letzte lange
Sommerwochenende genießen. Für die meisten Schüler bedeutet Labor Day
das Ende der Ferien und den Beginn des neuen Schuljahres.
Erster Sonntag nach Labor Day: National Grandparents Day – Tag der
Großeltern
US-Präsident Jimmy Carter hat 1978 den Tag zum nationalen Feiertag
erklärt. Dass das Datum in den September fällt, hat auch seinen Grund:
Es soll den „Herbst des Lebens“ symbolisieren und Kinder sollen
erkennen, wie viel Kraft und Erfahrungswerte ihre Großeltern ihnen mit
auf den Lebensweg geben können.
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„Fourth of July“ Feuerwerk über Miami
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