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Ein Nudistenphilosoph hat
einmal gesagt: “Nackt und umgeben mit Rechtschaffenheit zu sein ist
weitaus besser, als prächtig gekleidet und geplagt durch Scham vor dem
Körper.” Und Michelangelo meinte: “Welcher Geist ist so leer und
blind, der nicht die Tatsache erkennen kann, dass der Fuß vornehmer
als der Schuh ist und die Haut schöner als das Gewand, mit dem sie
bekleidet ist?” Die Nacktkörperkultur hat ihren Ursprung bereits
Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Was in Europa schon seit
über 100 Jahren ein Teil der Kultur ist, befindet sich in Amerika noch
in den Kinderschuhen.
Wer hätte es gedacht? Auch in den USA ist das Adamskostüm in
Touristenregionen an bestimmten Stränden und in einigen Hotelresorts
oder auch Bars kein Tabu mehr, auch wenn dies von vielen Einheimischen
noch mit großer Skepsis und teilweise vehementer Ablehnung betrachtet
wird. Frei nach dem Motto: In Amerika tut man alles, aber bitte hinter
geschlossenen Vorhängen, und man spricht nicht darüber. Selbst eine
Dose Bier, die man im Laden kauft, wird mit einem verhüllenden braunen
Papiertütchen versehen, damit auch ja keiner sieht, dass man seinen
Durst mit Alkohol löscht. Soviel zum Puritanismus der Amerikaner, der
aber nicht Gegenstand dieses Artikels sein soll. Vorgestellt werden
sollen Orte in Florida, an denen auch die Fans der Nackbadekultur
nicht zu kurz kommen. Übrigens gibt es in den USA schon seit 1931 die
American Association for Nude Recreation (amerikanische
FKK-Vereinigung), die 50.000 Mitglieder zählt und 267 Clubs, Resorts
und Campingplätze vereint.
In Miami Beach, genau am Haulover Beach, ist einer der bekanntesten
und der am besten besuchte öffentliche FKK-Strand in den USA. Es heißt
allerdings “clothing optional”, also man darf, aber muss nicht. Das
hat immer wieder ein paar “Spanner” zur Folge, die einfach am Strand
entlang laufen und sich amüsieren. Für Frauen, die gern allein an den
Beach gehen, um sich zu entspannen, kann diese Tatsache manchmal
ziemlich unangenehm sein, da lästige und plumpe Anmache nicht selten
ist. Einige Männer, die an diese freizügige Kultur im europäischen
Stil nicht gewöhnt sind, meinen, dass Frauen zur Partnersuche dort hin
gehen. In Begleitung eines Mannes ist man davor geschützt. Die
Lifeguard, die gleich nebenan ihren Turm hat, versucht alles, um eine
schöne Atmosphäre zu schaffen, der herrliche Sandstrand ist breit und
sauber.
Paradise Lakes, das größte FKK-Resort in den USA mit etwa 75.000
Besuchern im Jahr, findet man in Land ‘o Lakes, gleich neben Tampa –
ein sehr gepflegtes und familienfreundliches Nudistenzentrum, das für
jeden Geschmack etwas zu bieten hat: ein Restaurant, verschiedene
Pools mit Bar, Nachtklub, Spa mit Fitnessstudio, Joga und vielen
Aktivitäten wie Wasservolleyball, Pyjamapartys oder auch Tanz im
Adams- und Evakostüm. Der herzliche und offene Umgang zwischen
Besuchern und permanenten Bewohnern macht es für jeden Reisenden, ob
nun Single, Pärchen oder Familie, sehr einfach, Kontakt zu knüpfen und
Anschluss an die Gemeinschaft zu finden. Die Preise für die 90 Zimmer
bewegen sich zwischen $70 und $160 pro Nacht plus eine Pauschale für
die Resortnutzung ($16 bis $26/Tag).
www.paradisecondo.com/plresort.htm
Cypress Cove in Kissimmee bei Orlando ist ein FKK-Hotelkomplex in
unberührter Natur mit einem herrlichen See zum Paddeln, Schwimmen,
Kanufahren, Angeln oder einfach für einen romantischen Spaziergang die
Bucht entlang. Es gibt zwei Pools, zwei Whirlpools, einen
Kinderspielplatz, Tennis, Minigolf, Volleyball, Shuffleboard als auch
verschiedene Restaurants und Bars. Eine schöne und warme Atmosphäre
heisst jeden Touristen willkommen. Mickey Mouse und alle anderen
Attraktionen in Orlando sind nur eine halbe Stunde Fahrt entfernt, so
dass man Entspannung und Action problemlos verbinden kann. Zimmer gibt
es zwischen $63 und $133/Nacht.
www.cypresscoveresort.com
Das Atlantic Shores in Key West, gehalten im tropischen Art-Déco-Stil,
ist das einzige seiner Art in Key West mit direktem Zugang zum Meer.
Am Pool mit Blick aufs Meer ist FKK erlaubt. Das Resort bietet
Hotelzimmer, aber auch kleine Studios mit Kücheneinrichtung. Sonntags
gibt es “Tea by the Sea” und am Donnerstag jeweils Kino auf der
Leinwand im Freien mit Cocktails – eine tolle Möglichkeit, Einwohner
und Besucher von Key West kennen zu lernen. Die Zimmerpreise gehen von
$80 bis $295 je nach Saison. Und die weltbekannte und weltoffene,
südlichste Stadt der USA – besonders berühmt durch Hemingway und Jimmy
Buffet – hat natürlich noch viel mehr zu bieten.
www.atlanticshoresresort.com
So zum Beispiel den “Garden of Eden” – die einzige “clothing
optional”-
Bar in Key West. Diese tropische Oase auf dem Dach des Bull-&-Whistle-Komplexes
mit Blick auf die Altstadt an der Duval Street lädt zum nackten
Sonnenbaden auf bequemen Strandliegen ein mit einem der kühlen,
täglich wechselnden Spezialdrinks. Wenn es dennoch zu heiß wird, kann
man sich in den Duschen erfrischen. Der Sonnenuntergang wird als
“Naked Sunset” gefeiert; ab 17 Uhr gibt es Live-Musik, phantasievolle
Körperbemalungen und einfach nur Fun in dieser total entspannten
Umgebung. Von 9 Uhr abends bis halb 3 in der Früh werden verrückte
Discorhythmen allen Tanzwütigen gerecht. Warum die Rolling Stones den
“Garden of Eden” als das am besten behütete Geheimnis von Key West
bezeichnet haben, muss man selbst herausfinden. www.thebullandwhistle.com/eden.htm
Nude-Flug mit NAKED-AIR nach Mexiko vom 3. bis zum 10. Mai 2003
Kann man das glauben? Im prüden Amerika wird im Mai dieses Jahres der
erste Nudisten-Flug in die Lüfte gehen, und zwar von Miami nach Mexiko
ins El Dorado Resort & Spa in Cancun, ein FKK-Hotel vom Feinsten,
speziell für diese Woche. Sobald die Flughöhe erreicht ist, kann man
sich aller einengenden Kostüme entledigen und das Nacktsein
zelebrieren. Castaways Travel hat eine Boeing 727 für 172 Personen
gechartert - der Name der Airline wird für den Datenschutz der
Passagiere noch bedeckt gehalten. Fliegen macht neue Geschichte -
nackte Geschichte! Der Jungfern-FKK-Flug wird für $499 als Roundtrip
angeboten, alle Steuern eingeschlossen, und es gibt noch freie Plätze!
Während der gesamten Woche braucht man sich nur in der Hotelhalle mit
Rezeption und im Restaurant etwas anzuziehen, alle anderen Bereiche
sind pudelnackt! Der Hotelaufenthalt als “All Inclusive” kostet
zwischen $770 und $1050 pro Person.Wer diese bisher noch einmalige
Gelegenheit nicht verpassen möchte, findet hier weitere Infos und die
Möglichkeit zu buchen: www.castawaystravel.com/menu.htm
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Frühstück im Adamskostüm
im Cypress Cove Resort;

Wie im Paradies: FKK-Strand Haulover Beach

“Ganz ohne” durch die Idylle: Kajak fahrender Nudist im
Resort Sunsport Gardens

Oben & Unten:
Pool im Paradise Lakes Resort


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