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Für Kunstliebhaber gibt es
in Naples, an der Westküste von Florida, etwas ganz Besonderes zu
entdecken, den Philharmonic Center Cultural Complex - Kunst von
Weltklasse, Unterhaltung und Bildung unter einem Dach. Das
Philharmonic Center of the Arts, das Naples Philharmonic Orchestra und
die jüngste Edition, das Naples Museum of Art, vereinen eine
gemeinsame Philosophie: die verschiedenen Formen und Spielarten von
Kunst – darstellende und angewandte Kunst – miteinander zu verbinden
und sich gegenseitig ergänzen zu lassen.
Begonnen hat es 1983 mit dem Philharmonischen Orchester, gefolgt vom
Philharmonischen Kunstzentrum 1989, und im November 2000 wurde das
Kunstmuseum eröffnet. Auf drei Etagen werden in fünfzehn Galerien die
verschiedensten Arten von Kunst gezeigt: Malerei, Skulpturen,
Zeichnungen aus den verschiedensten Medien, Stilrichtungen und Epochen
von Künstlern aus der ganzen Welt. Das Museum mit seinen Ausstellungen
und seinem Bildungsprogramm sieht eine wichtige Aufgabe darin, bei
seinen Besuchern Kreativität zu wecken, Neugier zu erzeugen und zur
Bildung anzuregen. Neben ständigen Ausstellungen im Hause, wie zum
Beispiel eine Sammlung alter chinesischer Kunst oder auch die Werke
amerikanischer Meister von 1900 bis 1955, ist das Museum permanenter
Gastgeber weltberühmter Wanderausstellungen.
Dazu gehören in der dritten Saison des Museums (bis Ende Juli 2003)
unter anderem eine Kollektion der Meister der Miniatur, eine exotische
Welt aus Schönheit, Präzision und Illusion, eine Leihgabe der Carole
and Barry Kaye Collection, Arbeiten von William J. und Suzanne V. von
Liebig zum Thema “Moderne Kunst und Architekturdesign”, eine
Porträtsammlung der amerikanischen Photographin Joyce Tenneson zum
Thema “Wise Women: A Celebration of Their Insights, Courage and
Beauty” – eine Hommage an Frauen im dritten Lebensabschnitt. Die
berühmte mexikanische Photographin Flor Garduño “schreibt” mit ihrer
Kamera visuelle Poesie, indem sie die ruhige Schönheit des Lichts
benutzt für ihre sensiblen Stillleben- und Aktfotografien in
schwarzweiß. Noch bis zum 18. Mai zu sehen sind 50 Meisterstücke der
Porträtzeichnungen von der National Portrait Gallery in Washington
unter dem Titel “Eye Contact: Modern American Portrait Drawings” mit
Arbeiten von Mary Cassatt, Edward Hopper, Stuart Davis und Andy
Warhol.
Das Museumsgebäude selbst ist schon ein Kunstwerk für sich – ein
wunderschöner und eindrücklicher Dom mit einer Glaskuppel. Das
Eingangstor wurde von Albert Paley gestaltet, der berühmt geworden ist
durch seine Metallkunst, und die spektakulären Kronleuchter und die
persische Decke stammen von Dale Chihuly, einem bekannten
Glaskünstler.
Auch die Gründerin und Präsidentin des Philharmonic Center for the
Arts hat bereits Geschichte geschrieben: Myra Janco Daniels - eine
Frau, die zu recht schon mit vielen Attributen bedacht wurde:
Geschäftsfrau, Visionärin, Sprecherin, Lehrerin und Autorin, und die
man in jedem Who’s-Who-Verzeichnis finden kann. Sie hat 30 Jahre lang
als Managerin und Ausbilderin in der Werbebranche gearbeitet und wurde
1965 als die jüngste erfolgreiche Werbefachfrau im Land geehrt. Myra
Janco Daniels war schon immer eine große Kunstliebhaberin, hat neben
ihrer Karriere klassischen Tanz und Musik studiert und war
Symphonieschlagzeugerin. 1983 organisierte sie eine Benefizkampagne,
um die Naples/Marco Philharmonic zu unterstützen, was 1989 zur
Gründung des Philharmonic Center for the Arts geführt hat, dem dann im
Herbst 2000 das Naples Museum of Art als neue interessante
Kultureinrichtung hinzugefügt wurde.
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