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Stars in Florida

 von Kerstin Schnabel-Macloud   

"Starwatching" in Nachtclubs
Und so kann man auch - mit etwas Glück - der einen oder anderen Berühmtheit durchaus über den Weg laufen. Die Nachtclubs in South Beach an Ocean Drive, Collins und Washington oder auch Lincoln Road sind die geeignetsten Orte zum "Starwatching". Der beste Indikator dafür, ob "Jemand" anwesend ist, sind die vor den Klubs geparkten Autos. Wenn man Ferraris, Maseratis und eine Menge Stretchlimousinen entdeckt - unter anderem vor Level, Crobar, Living Room oder Opium, beliebte Hangouts für Prince, Julio Iglesias Jr., Lennox Lewis und Lenny Kravitz -, sollte man nicht mehr zögern, sondern versuchen, sich Eintritt zu verschaffen, wenn das auch manchmal nicht so ganz einfach ist. Und es ist auch oft ziemlich schwierig, die echten von den unechten Stars zu unterscheiden, da diese Klubs von so vielen Schönheiten frequentiert werden, die alle wie VIPs agieren. Die Grundregel ist: Wer vorgibt, jemand zu sein, sich aber außerhalb der VIP-Lounge aufhält, ist meist ein Nobody.

Erstklassige Restaurants wie China Grill, Bambu, Joe's Stone Crab oder The Forge und eines der jüngsten, Bed - alle in Miami Beach -, werden auch immer wieder von den Celebrities beehrt. Der Schauspielerin Cameron Diaz gehört das Bambu; Ricky Martin lebt in South Beach und ist Miteigner des Casa Salsa am Ocean Drive. Im Bed (ja, dort isst man wirklich im Bett) haben kürzlich George Clooney und seine Anbeterinnen für Schlagzeilen gesorgt. Als seine weiblichen Fans ihn erkannt hatten, waren sie nicht mehr aufzuhalten. Das Restaurantmanagement hat ein großes Kissen vor sein Bett gelegt, wo die Ungeduldigen geduldig auf ihre Chance warteten, für ein paar Minuten seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu erhalten. Und er soll ja so nett gewesen sein!

Geht man etwas weiter nach Norden, so zum Beispiel nach Fort Lauderdale, kann man in Rino's Café am Oakland Park Boulevard und US1 fündig werden. Gesehen wurden dort Robert DeNiro, Armand Assante und José Felliciano. Am gleichen Boulevard, aber näher am Strand, nämlich an der A1A, im Café Martorano sollen Bruce Springsteens Saxofonist Clarence Clemons, der Schauspieler Chazz Palminterl und auch Liza Minelli ein und aus gehen. Und Bruce Springsteen selbst hat man am Strand in der Nähe des Hotels Marriott Harbor Beach beim Sonnenbaden entdeckt. Mark's am Las Olas Boulevard ist im Herbst zum Internationalen Filmfestival in Fort Lauderdale Treffpunkt für Filmemacher und Schauspieler. Viele Berühmtheiten wie zum Beispiel Ivana Trump oder der Schauspieler Tim Allen kommen ins "Venedig von Amerika" oder die "Yachthauptstadt der Welt", wie Fort Lauderdale auch genannt wird, um in der Bahia Mar Marina ihre bescheidenen Yachten zu kaufen.

Wer noch weiter in den Norden ziehen möchte, Richtung West Palm Beach, in das Mekka der Reichsten, soll sich nicht wundern, wenn er der kanadischen Sängerin Celine Dion etwa beim Shoppen auf der Worth Avenue begegnet oder Rod Stewart im Grande Armée, wo er des Öfteren im Kilt auf einem Dudelsack spielt. Das berühmte Breakers Hotel ist auch ein beliebter Ort für die Haute Volée.
Südflorida ist ein Tummelplatz für die Reichen, die Schönen, die Erfolgreichen. Die Fotos der Paparazzi könnten Tausende von Magazinen füllen: Leonardo DiCaprio auf einer Party in South Beach, Elton John, der einen Sonnenuntergang genießt, Oprah Winfrey in einer Gourmetbäckerei, Sophia Loren, die sich hinter ihrer Sonnenbrille zu verstecken versucht, Expräsident Clinton beim Golfspielen, Whitney Houston bei einem Strandspaziergang oder Jennifer Lopez …

Filmkulisse Miami
Nicht nur bei Partys und in Nachtklubs sind sie zu finden, sondern durchaus auch bei der Arbeit, denn seit Miami Vice einmal begonnen hatte, dieses heiße Pflaster als Filmkulisse und Drehbuchquelle zu entdecken, waren Film-, Fernseh-, Musik- und Modeindustrie nicht mehr zu bremsen.

Es wurden eine Menge Filme in Miami gedreht wie zum Beispiel "The Crew" mit Burt Reynolds, Seymour Cassel, Richard Dreyfuss und Dan Hedaya; "Random Hearts" mit Harrison Ford und Kristine Scott Thomas; "Holy Man" mit Eddie Murphy; "Speed 2" mit Sandra Bullock und Willem Dafoe; "True Lies" mit Jamie Lee Curtis und Arnold Schwarzenegger, um nur einige zu nennen. Jedes Jahr im Februar findet das Miami International Film Festival statt, wo mehr als 30 Filme aus über 12 Ländern gezeigt werden. Natürlich keine Frage, dass zu dieser Zeit genügend Prominenz auf den Straßen flaniert. In der Stadt ansässige Musiker wie Gloria Estefan, John Secada und Julio Iglesias haben hier Platten und CDs produziert, aber auch Eric Clapton, Prince, Aerosmith, U2, David Byrne, The Eagles, James Brown, Luther Campbell, Placido Domingo, Aretha Franklin, The Rolling Stones, Tina Turner und viele andere.

Miami hat mehr als 35 Agenturen für Models und ist ständig Schauplatz von Modeaufnahmen für bekannte Magazine wie Vogue, Cosmopolitan und Glamour oder auch von Dreharbeiten für Werbespots. Wenn man am Straßenrand diese übergroßen Wohnmobile stehen sieht, die als Backstage fungieren, sollte man sich mal etwas genauer umsehen - sicher kann man das eine oder andere bekannte Gesicht entdecken.
Entweder nur als Besucher oder aber, um sich hier niederzulassen, Häuser und Paläste zu kaufen (auch wenn es oft nur eine Investition ist), die Zelebritäten kommen nach Miami wie die Motten zum Licht. Man sagt über Miami, dass es zu einem zweiten Los Angeles geworden ist, nur kleiner und besser. Oder anders ausgedrückt: "I am going to Miami…" singt der Hiphop-Star Will Smith als Tribut an die multikulturelle und energiegeladene Stadt - nur einer von vielen, die immer wieder kommen, weil sie den Sand in ihren Schuhen nicht mehr missen möchten …

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Foto: Greater Miami Convention & Visitors Bureau

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