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"Starwatching" in Nachtclubs
Und so kann man auch - mit etwas Glück - der einen oder anderen
Berühmtheit durchaus über den Weg laufen. Die Nachtclubs in South
Beach an Ocean Drive, Collins und Washington oder auch Lincoln Road
sind die geeignetsten Orte zum "Starwatching". Der beste Indikator
dafür, ob "Jemand" anwesend ist, sind die vor den Klubs geparkten
Autos. Wenn man Ferraris, Maseratis und eine Menge Stretchlimousinen
entdeckt - unter anderem vor Level, Crobar, Living Room oder Opium,
beliebte Hangouts für Prince, Julio Iglesias Jr., Lennox Lewis und
Lenny Kravitz -, sollte man nicht mehr zögern, sondern versuchen, sich
Eintritt zu verschaffen, wenn das auch manchmal nicht so ganz einfach
ist. Und es ist auch oft ziemlich schwierig, die echten von den
unechten Stars zu unterscheiden, da diese Klubs von so vielen
Schönheiten frequentiert werden, die alle wie VIPs agieren. Die
Grundregel ist: Wer vorgibt, jemand zu sein, sich aber außerhalb der
VIP-Lounge aufhält, ist meist ein Nobody.
Erstklassige Restaurants wie China Grill, Bambu, Joe's Stone Crab oder
The Forge und eines der jüngsten, Bed - alle in Miami Beach -, werden
auch immer wieder von den Celebrities beehrt. Der Schauspielerin
Cameron Diaz gehört das Bambu; Ricky Martin lebt in South Beach und
ist Miteigner des Casa Salsa am Ocean Drive. Im Bed (ja, dort isst man
wirklich im Bett) haben kürzlich George Clooney und seine Anbeterinnen
für Schlagzeilen gesorgt. Als seine weiblichen Fans ihn erkannt
hatten, waren sie nicht mehr aufzuhalten. Das Restaurantmanagement hat
ein großes Kissen vor sein Bett gelegt, wo die Ungeduldigen geduldig
auf ihre Chance warteten, für ein paar Minuten seine ungeteilte
Aufmerksamkeit zu erhalten. Und er soll ja so nett gewesen sein!
Geht man
etwas weiter nach Norden, so zum Beispiel nach Fort Lauderdale, kann
man in Rino's Café am Oakland Park Boulevard und US1 fündig werden.
Gesehen wurden dort Robert DeNiro, Armand Assante und José Felliciano.
Am gleichen Boulevard, aber näher am Strand, nämlich an der A1A, im
Café Martorano sollen Bruce Springsteens Saxofonist Clarence Clemons,
der Schauspieler Chazz Palminterl und auch Liza Minelli ein und aus
gehen. Und Bruce Springsteen selbst hat man am Strand in der Nähe des
Hotels Marriott Harbor Beach beim Sonnenbaden entdeckt. Mark's am Las
Olas Boulevard ist im Herbst zum Internationalen Filmfestival in Fort
Lauderdale Treffpunkt für Filmemacher und Schauspieler. Viele
Berühmtheiten wie zum Beispiel Ivana Trump oder der Schauspieler Tim
Allen kommen ins "Venedig von Amerika" oder die "Yachthauptstadt der
Welt", wie Fort Lauderdale auch genannt wird, um in der Bahia Mar
Marina ihre bescheidenen Yachten zu kaufen.
Wer noch
weiter in den Norden ziehen möchte, Richtung West Palm Beach, in das
Mekka der Reichsten, soll sich nicht wundern, wenn er der kanadischen
Sängerin Celine Dion etwa beim Shoppen auf der Worth Avenue begegnet
oder Rod Stewart im Grande Armée, wo er des Öfteren im Kilt auf einem
Dudelsack spielt. Das berühmte Breakers Hotel ist auch ein beliebter
Ort für die Haute Volée.
Südflorida ist ein Tummelplatz für die Reichen, die Schönen, die
Erfolgreichen. Die Fotos der Paparazzi könnten Tausende von Magazinen
füllen: Leonardo DiCaprio auf einer Party in South Beach, Elton John,
der einen Sonnenuntergang genießt, Oprah Winfrey in einer
Gourmetbäckerei, Sophia Loren, die sich hinter ihrer Sonnenbrille zu
verstecken versucht, Expräsident Clinton beim Golfspielen, Whitney
Houston bei einem Strandspaziergang oder Jennifer Lopez …
Filmkulisse Miami
Nicht nur bei Partys und in
Nachtklubs sind sie zu finden, sondern durchaus auch bei der Arbeit,
denn seit Miami Vice einmal begonnen hatte, dieses heiße Pflaster als
Filmkulisse und Drehbuchquelle zu entdecken, waren Film-, Fernseh-,
Musik- und Modeindustrie nicht mehr zu bremsen.
Es wurden
eine Menge Filme in Miami gedreht wie zum Beispiel "The Crew" mit Burt
Reynolds, Seymour Cassel, Richard Dreyfuss und Dan Hedaya; "Random
Hearts" mit Harrison Ford und Kristine Scott Thomas; "Holy Man" mit
Eddie Murphy; "Speed 2" mit Sandra Bullock und Willem Dafoe; "True
Lies" mit Jamie Lee Curtis und Arnold Schwarzenegger, um nur einige zu
nennen. Jedes Jahr im Februar findet das Miami International Film
Festival statt, wo mehr als 30 Filme aus über 12 Ländern gezeigt
werden. Natürlich keine Frage, dass zu dieser Zeit genügend Prominenz
auf den Straßen flaniert. In der Stadt ansässige Musiker wie Gloria
Estefan, John Secada und Julio Iglesias haben hier Platten und CDs
produziert, aber auch Eric Clapton, Prince, Aerosmith, U2, David Byrne,
The Eagles, James Brown, Luther Campbell, Placido Domingo, Aretha
Franklin, The Rolling Stones, Tina Turner und viele andere.
Miami hat
mehr als 35 Agenturen für Models und ist ständig Schauplatz von
Modeaufnahmen für bekannte Magazine wie Vogue, Cosmopolitan und
Glamour oder auch von Dreharbeiten für Werbespots. Wenn man am
Straßenrand diese übergroßen Wohnmobile stehen sieht, die als
Backstage fungieren, sollte man sich mal etwas genauer umsehen -
sicher kann man das eine oder andere bekannte Gesicht entdecken.
Entweder nur als Besucher oder aber, um sich hier niederzulassen,
Häuser und Paläste zu kaufen (auch wenn es oft nur eine Investition
ist), die Zelebritäten kommen nach Miami wie die Motten zum Licht. Man
sagt über Miami, dass es zu einem zweiten Los Angeles geworden ist,
nur kleiner und besser. Oder anders ausgedrückt: "I am going to
Miami…" singt der Hiphop-Star Will Smith als Tribut an die
multikulturelle und energiegeladene Stadt - nur einer von vielen, die
immer wieder kommen, weil sie den Sand in ihren Schuhen nicht mehr
missen möchten …
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Foto: Greater Miami Convention & Visitors Bureau
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