Auswanderer-Porträts
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Als Quereinsteiger ins Luxushotel

Die Hotelbranche ist für Mike Ethan Roloff noch ein weitgehend unerforschtes Metier, aber der deutsche Auswanderer fühlt sich im Ritz-Carlton von South Beach pudelwohl. Im Jahr 2000 zog der heute 41-Jährige für ein Auslandsstudium an die Westküste der USA, bis er schließlich in Miami landete.

Autor: Sarah Czuratis

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Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
Ich lebe seit Februar 2000 in den USA. Ich hatte damals eine Beziehung, die ich auf einer Amerikareise zuvor kennen gelernt hatte.

War es schwer, das Leben in Deutschland hinter sich zu lassen?
Eigentlich gar nicht, da ich schon als Kind davon träumte, nach Amerika zu gehen. Ich glaube, ich wusste schon im Alter von acht Jahren, dass ich eines Tages nach Amerika auswandern würde.

Sind Sie über ein Visum oder über die Greencard in die USA gekommen?
Ich hatte anfangs ein Studentenvisum, da ich zunächst Akupunktur und Chinesische Medizin in Berkeley studierte. Später habe ich eine Amerikanerin geheiratet und besitze nun die Greencard.

Was machen Sie jetzt in den USA?
Im Moment lebe ich in Miami und arbeite als Guest Service Representative für das Ritz-Carlton in South Beach.

Gehen Sie Ihrem alten Beruf nach oder haben Sie etwas ganz Neues angefangen?
Das Hotelgeschäft ist für mich eine ganz neue Branche und hat mir neue Türen geöffnet.

Was ist der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Für mich waren es meine Freunde. Aber auch eine gewisse Flexibilität und eine Offenheit gegenüber Neuem.

Leben Sie jetzt "den amerikanischen Traum"?
Das kommt auf die Definition an. Sagen wir mal so: Ich kann mir nicht mehr vorstellen, den deutschen Traum zu leben.

Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Ich genieße das Meer, die Sonne, die Nähe zu Lateinamerika und die zentrale Lage innerhalb Amerikas.

Welche Vorteile hat man in Amerika?
Es ist wirklich so, dass einem hier beruflich ganz andere Türen offen stehen. Zum Beispiel hätte ich in Deutschland eine Ausbildung zum Hotelfachmann absolvieren müssen, um in meinem Beruf zu arbeiten. Hier hat man Talent gelten lassen.

Vermissen Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen?
Ich vermisse meine Familie, einige Freunde und vielleicht die bessere Allgemeinbildung der Menschen.

Gibt es Momente, in denen Sie sich nach Deutschland zurücksehnen?
Es gab eine Phase, das war ungefähr nach acht Jahren in den USA. Auch heute noch wünsche ich mir manchmal, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können. Aber solche Gedanken sind für mich kein Grund, wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Ignoranz ist ein großes Problem für mich – so zum Beispiel die Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass nicht jeder Deutsche ein Nazi, kaltherzig und spießig ist.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Meine Zukunft liegt für mich definitiv in den USA. Vielleicht gründe ich irgendwann ein eigenes Unternehmen. Wenn Florida es nicht schaffen sollte, mich zu binden, dann werde ich definitiv zurück an die Westküste ziehen.

Was raten Sie Leuten, die mit dem Gedanken spielen, nach Amerika auszuwandern?
Man sollte sich auf jeden Fall darauf vorbereiten, dass einem hier nicht alles zu Füßen liegt. Ich habe tatsächlich als Tellerwäscher angefangen (wie im berühmten Sprichwort). Und für mich war es hilfreich, glaube ich, deutsche Ansprechpartner zu haben, die mir gute Ratschläge geben konnten.

 
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Leserkommentare (10)
Sun (06.09.2011 01:36)
Es ist oft eine Schande Deutscher zu sein!!!

Liebe Landsleute, man möchte es in die ganze Welt heraus schreien, was sind wir Deutschen in der Mehrzahl bloß für ein schreckliches Volk!

Bis auf ein Kommentar von Edith Latt und Helga gab es hier nur bösen Spot und bittere Verhöhnung, keine Hilfsangebote oder stille Zurückhaltung, auch wenn wir am Fernseher meinen, es wurden Fehler gemacht, wer macht keine Fehler, wenn er etwas Neues wagt?

Ist das nicht schön, einfach gemütlich im Fernsehsessel mit einem festen Job oder Hartz 4 zu sitzen und über andere spotten? Wer von Euch super Helden war denn schon erfolgreich als Selbständiger über 17 Jahre in Deutschland und hat für Euch, den sogenannten kleinen Mann, die Steuern bezahlt und Jobs geschaffen?

Da Ihr ja so gerne über andere nach deutscher Art herzieht, lasst uns doch wissen, wann wir Eure Sendung auf Vox anschauen dürfen, wo Ihr dann alles richtig machen werdet!

Danke, Danke, Danke, dass wir nun fast 3 Jahre in USA leben können und in 2 Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen dürfen, wir werden keinen Tag länger damit warten als nötig.

 

In meiner amerikanischen Nachbarschaft wissen die Nachbarn, dass wir aus Deutschland kommen und halten so viel von uns Deutschen, nur gut, dass sie viele Deutsche nicht wirklich kennen, wie sie wirklich sind. Eure Zeilen wären schon ein sehr guter Anfang, um ihnen unser besonderes Volk näher zu bringen, ich schäme mich für Euch, selber nie etwas gewagt und andere dann noch auslachen. Seit 3Jahren haben wir jeden Kontakt zu Deutschen vermieden, obwohl die Amis uns immer wieder mit anderen Deutschen in Kontakt bringen wollen. Wir wissen schon warum, das wird sich auch nicht mehr ändern. Der Familie Hinz wünschen wir weiterhin die Kraft, um es auch in USA zu schaffen, es tut uns wirklich sehr leid, dass ihr schwerer Start auch noch "freundlich" von Ihren Landsleuten begleitet wurde. Doch wo viel Schatten ist, ist bekanntlich auch viel Licht, lassen Sie sich bitte nicht unterkriegen, blicken Sie nicht zurück, sondern nur vorwärts, wir können an der Vergangenheit nichts ändern nur die Zukunft gestalten. Alles Liebe Sun

Gerd (31.05.2011 23:21)
Lachnummer

Die einzigen Erfolge dieser Idee sind strapazierte Lachmuskel in Deutschland. VOX sei dank! Hoffentlich bleibt ihr uns als Hartz 4er erspart.

Der Metzger nebst Gattin (24.05.2011 03:06)
Dumm und Dümmer

Die grösste finanzielle Idiotie seit Herrn Arndt (Peter Zwegat). Danke für die tollen lacher. Krümme mich jetzt noch wegen dieser Fernseh Perle. Danke VOX.

Helga (23.05.2011 20:26)
Mutig

Es braucht schon eine Menge Mut, alles aufzugeben und einen Neustart in die Selbständigkeit in einem fremden Land zu versuchen. Nicht aufgeben!

Christian (23.05.2011 16:54)
Bleibt in Miami

Liebe BratwurstmIllionäre,

 

Danke für die lustige VOX Sendung.

Tina (23.05.2011 14:25)
Kein zurück mehr!

Durch die Sendung auf vox gibt´s ja auch kein zurück mehr, oder glaubst du im Ernst, dass du in Deutschlang als Vermögensberater noch mal Fuß fassen kannst, nachdem du allen gezeigt hast wie man´s nicht machen sollte.

Echt dumm!!!

Karl (22.05.2011 22:49)
Kaum zu glauben

Ihr seid ausgewandert, habt innerhalb weniger Monate das Geld nur so auf den Kopf gehauen, keinerlei Ahnung vom Geschaeft und auch noch andere mit rein gerissen. Und die Tochter ist illegal in den USA und darf gar nicht Arbeiten. Alle Lizenzen kann man online beantragen und bekommt sie innerhalb weniger Tage. In euren 9 besuchen habt ihr ausser Strand nicht viel gemacht, denn ihr hatten nicht mal nen Standort gesucht und rausgefunden, das diese auch Geld kosten koennen.

Christian (22.05.2011 18:18)
Bescheuert

es ist schier unglaublich wie dumm manche Menschen doch sein können, Die Frau Hinz ist in dem Bericht auf VOX ziemlich stupide und hochnäsig rübergekommen, sie hat sich beschwert, dass sie arbeiten geht und andere Leute Hartz 4 kassieren, als hätten sich die meisten Menschen das selber ausgesucht.

 

Aber man konnte schön sehen, dass man neben einem polster auch Gehirn braucht, denn so einfach ist es in den USA nicht, 2 Leute die Mitte 40 sind und so dermassen naiv sind, das ist schon unfassbar

Friedrich (20.05.2011 09:52)
undenkbar-dumm

Du hast das in 17 Jahren durch harte Arbeit als Vermögensberater ersparte Geld in kurzer Zeit in den Staaten "verbraten" und stehst nun selbst bei 40 Grad im Schatten hinter dem Grill. Wie blöd bisst Du eigentlich? Das ist Dein Traum vom Auswandern?

Edith Latt Köln (18.05.2011 12:02)
Macht Reibekuchen

Die Idee finde ich super. Nicht aufgeben. Bietet noch Reibekuchen an. Die Amis lieben Potatoecake. War selber schon oft drüben. Würde es selbst machen, bin aber leider behindert. Ihr könnt mich über Facebook erreichen. Viel Glück.