Wie kamen Sie auf die Idee, als AuPair nach Florida zu gehen?
Ich wollte eigentlich schon immer mal ein Jahr ins Ausland, egal wohin. Auf die Idee eines AuPair-Aufenthaltes in Amerika brachte mich eine gute Freundin, die genau das nach ihrem Abitur vorhatte. Also begleitete ich sie zu einem Informationsabend von Cultural Care AuPair. Danach stand für mich eigentlich fest, dass es die beste Möglichkeit ist, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und vor allem die amerikanische Kultur kennen zu lernen. Ich musste also nur noch meine Eltern davon überzeugen.
Seit wann und wo sind Sie in Florida, und wie lange dauert ihr Aufenthalt?
Nach Florida kam ich durch ein so genanntes "Rematch", das heißt, ich habe die Gastfamilie gewechselt. Zuerst war ich in Pennsylvania, in der Nähe von Philadelphia. Seit September letzten Jahres bin ich nun hier in Lutz, einer Kleinstadt in der Nähe von Tampa, und werde bis Juni 2009 bleiben. Im Anschluss an mein AuPair-Jahr habe ich dann noch vor, für eine Woche USA-Urlaub zu machen, bevor ich dann wieder nach Hause zurückfliege.
Wie haben Sie ihren AuPair-Aufenthalt organisiert?
Nach besagtem Informationsabend habe ich mich noch nach verschiedenen anderen Organisationen umgehört, mich aber dann letztendlich für Cultural Care entschieden. Neben den üblichen Bewerbungsunterlagen musste ich außerdem 200 absolvierte Kinderbetreuungsstunden nachweisen, um überhaupt in das Programm aufgenommen zu werden.
Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Als feststand, dass ich eine Gastfamilie habe, bekam ich von Cultural Care diverse Unterlagen, darunter auch das Antragsformular fürs Visum. Das Visum musste ich dann persönlich beim amerikanischen Konsulat in Frankfurt beantragen. Es wurde mir dann auch gleich zwei Tage später zugeschickt, und so stand meiner USA-Reise nichts mehr im Wege. Alles andere wurde zum Großteil von Cultural Care organisiert, auch mein Flug.
Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Ehrlich gesagt habe ich mir den Job einfacher vorgestellt. Es ist ein Unterschied, ob man nur für ein paar Stunden auf Kinder aufpasst oder einen ganzen Tag lang. Man muss sich genau überlegen, was man macht, damit es den Kindern nicht langweilig wird. Es gibt auch immer wieder wirklich harte Tage, an denen es schwer ist, die Kinder überhaupt für irgendwas zu begeistern. Das ist eben die negative Seite eines AuPair-Lebens. Aber das war mir von vorneherein klar. Abgesehen von der Arbeit habe ich mir mein Leben in den USA natürlich voller Spaß vorgestellt: Neue Menschen kennenlernen, Freundschaften schließen und einfach nur ein gutes Jahr haben, fernab von der Heimat. Es soll ein Jahr werden, an das ich mich immer wieder gerne zurückerinnern will.
Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Ich fühle mich wie im Urlaub, obwohl ich hier nun lebe. Nach der Arbeit oder auch an den Wochenenden kommt es mir vor, als wäre ich in den Ferien. Florida hat für mich einfach Urlaubsflair. Mein erster Eindruck, als mein Flugzeug landete, war: Wow! Das hier kann keine Arbeit sein, es ist wie im Paradies!
Wie gefällt Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Meine Gastfamilie ist wirklich großartig. Ich habe sie sehr gern. Ich werde wie ein Familienmitglied behandelt, als wäre ich die große Schwester meiner beiden Kleinen. Wir unternehmen gemeinsame Ausflüge, essen zusammen, ich gehe mit auf Familienfeste und bin immer eingeladen, mit ihnen das Wochenende zu verbringen, wenn ich nicht schon etwas mit meinen Freunden geplant habe. Meine Gasteltern freuen sich immer, wenn ich etwas mit Freunden machen kann, denn für sie ist es wichtig, dass ich hier Freunde habe. Aber sie freuen sich ebenso darüber, wenn ich etwas mit ihnen unternehmen möchte.





