09. 12. 2008
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Auswanderer-Porträts

Als AuPair nach Florida

Sabrina Weiden hat sich einfach eine Auszeit genommen. Im Sommer nach ihrem Abitur packte sie ihre Sachen und brach zu einem großen Abenteuer in die USA auf. Im kleinen Ort Osprey bei Sarasota in Florida arbeitet die 20-Jährige nun für ein Jahr als AuPair-Mädchen in einer amerikanischen Gastfamilie. Dort unterstützt sie tatkräftig den Familienalltag einer allein erziehenden Mutter und deren fünf, sechs und neun Jahre alten Kinder. Und ihre Freizeit? Die genießt sie in der warmen Sonne an den herrlich weißen Sandstränden Floridas.

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf den Gedanken, als AuPair nach Florida zu gehen?

Ehrlich gesagt habe ich zuerst nicht an einen AuPair-Aufenthalt gedacht. Ich wollte einfach nur die USA erkunden, weil es so ein vielseitiges Land ist. Jeder Staat ist anders, es gibt so viele verschiedene Kulturen. Das hat mich einfach fasziniert. Ein College-Jahr kam für mich wegen der Kosten nicht in Frage und zudem wollte ich lieber erst mein Abitur machen.

Da ich in Deutschland  bereits viel mit Kindern gearbeitet habe, kann ich jetzt als AuPair-Mädchen meine beiden großen Leidenschaften prima miteinander verbinden: die für Kinder und die für die USA. Zudem hoffe ich, mein Englisch zu verbessern und viele neue Freundschaften zu knüpfen. Dass ich nach Florida gekommen bin, war reiner Zufall. Bei meiner Bewerbung hatte ich angegeben, dass ich gerne nach Kalifornien oder New York vermittelt werden möchte. Heute bin ich jedoch sehr froh, in Florida zu sein. Eigentlich hatte ich sogar doppeltes Glück: Meine Familie ist toll, und ich habe einen traumhaften Urlaubsort zum Arbeiten erwischt.

Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert Ihr Aufenthalt?

Ich lebe seit gut einem Monat bei meiner Gastfamilie in Osprey bei Sarasota, etwa eine Stunde von Tampa entfernt. Bevor ich herkam, war ich für fünf Tage in einer AuPair Trainingsschule auf Long Island bei New York. Mein AuPair-Aufenthalt dauert ein Jahr. Im Anschluss daran kann ich entweder noch einen Monat herumreisen - mein Visum erlaubt mir nämlich, noch 30 Tage legal im Land zu bleiben - oder um ein weiteres Jahr verlängern.

Wie haben Sie ihren AuPair-Aufenthalt organisiert?

Nach einiger Recherche fiel meine Wahl auf EF Cultural Care Au Pair. Zwischenzeitlich war ich ziemlich unzufrieden, weil erst keine passende Gastfamilie gefunden wurde. Letztendlich bin ich aber froh, mit dieser Agentur gearbeitet zu haben, da ich schon beim Abflug direkt 20 weitere AuPairs von EF getroffen habe und somit kein Heimweh aufkam.

Die schriftliche Bewerbung hat eigentlich die meiste Zeit in Anspruch genommen hat. Sie wurde dann an amerikanische Familien weitergeleitet, die ein AuPair suchen, und die konnten mich dann kontaktieren. Zu welcher Familie ich gehe, war letztendlich meine Entscheidung. Nachdem ich meiner „neuen Familie“ zugesagt hatte, wurden mir alle weiteren Unterlagen zugeschickt. Die Agentur hat mir viel Papierarbeit abgenommen, was sehr hilfreich war. Eine AuPair-Agentur lohnt sich in jedem Fall, zumal es auch illegal wäre, ohne ein zertifiziertes Programm zu reisen.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?

Während die Agentur Gastfamilie und Flug organisierte, hatte ich mich nur noch um die notwendigen Dokumente zu kümmern. Außerdem musste ich wegen des Visums persönlich in der amerikanischen Botschaft, vorsprechen. Dann gab es noch ein paar einfache Dinge zu erledigen, wie die Beantragung eines internationalen Führerscheins. Mehr Arbeit haben mir eigentlich die ganzen Abschiedsfeten gemacht! (lacht)

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?

Ich möchte ein unvergessliches Jahr erleben und meine Gastfamilie als meine eigene zu schätzen lernen, die ich auch später wieder besuchen möchte. Ich werde wohl auch noch vieles in Sachen Kindererziehung dazu lernen. Außerdem würde ich gerne möglichst viel von den USA sehen, mein Englisch verbessern, viele neue Leute kennen lernen und einfach das Gefühl haben, dass es kein verschwendetes Jahr ist.

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