18. 05. 2012
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Auswanderer-Porträts

Aupair-Jahr im Palmenparadies

Als Linda Weidener im November aus dem Flughafengebäude in Florida trat, spürte sie sofort die warme Herbstluft und sah nichts als Palmen. "Es hat sich angefühlt wie im Urlaub", erzählt die 20-Jährige über ihre ersten Eindrücke vom Sunshine State. Doch die Abiturientin ist hier nicht nur zum Spaß, denn in erster Linie kümmert sie sich in Jacksonville um die vierjährige Tochter und den einjährigen Sohn ihrer amerikanischen Gastfamilie ...  

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf die Idee, als Aupair nach Florida zu gehen?
Ich hatte die Idee schon länger, da ich es mir kaum vorstellen konnte, nach dem Abitur gleich zu studieren. Es war schon immer mein Traum, einmal nach Amerika zu reisen, am liebsten für eine längere Zeit. Zudem liegt mir die Arbeit mit Kindern, weshalb ich mich letztendlich dazu entschlossen habe, als Aupair nach Amerika zu gehen, zumal dies eine kostengünstige Variante dargestellt hat.

Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert Ihr Aufenthalt?
Ich bin seit Anfang November in Jacksonville und werde mindestens ein Jahr dort sein, voraussichtlich sogar um weitere sechs Monate verlängern.

Wie haben Sie ihren Aupair-Aufenthalt organisiert?
Ich habe mich über verschiedene Agenturen informiert und mich zunächst für eine Agentur entschieden, bei der ich leider keinen Erfolg hatte. Aus diesem Grund habe ich mich kurzfristig bei Ayusa-Intrax beworben und habe innerhalb kurzer Zeit den gesamten Bewerbungsablauf durchlaufen und die für mich perfekte Gastfamilie gefunden.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Nach der Bewerbung und dem Match mit einer Gastfamilie ging es damit weiter, sämtliche Dokumente wie das Visum, ein polizeiliches Führungszeugnis, einen internationalen Führerschein und ähnliches zu beantragen. Den Flug hat dann letztendlich die Organisation gebucht und nach Koffer packen und Verabschiedungen ging es auch schon los.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Ich war eher nervös und aufgeregt auf das, was mich in Florida erwartet, als dass ich zu große Erwartungen hatte. Natürlich hofft man, dass alles mit der Gastfamilie gut läuft, dass man wie ein Familienmitglied behandelt wird und dass natürlich das Wetter in Florida im November deutlich schöner ist als in Deutschland.

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Palmen. Es hat sich angefühlt wie im Urlaub. Bereits aus dem Flieger sah alles sehr schön aus. Kaum kam man aus dem Flughafen, spürte man auch schon die warme Luft. Es ist ein sehr überwältigender Moment, zumal man das erste Mal seine Gastfamilie trifft und einem auf der Fahrt zum zukünftigen Zuhause erst einmal bewusst wird, dass dies die neue Heimat ist.

Wie gefällt Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Das Leben in meiner Gastfamilie könnte mir nicht besser gefallen. Ich habe die für mich perfekte Gastfamilie gefunden und bin sehr glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben. Ich werde behandelt wie ein Familienmitglied, durfte schon einige amerikanische Feiertage miterleben und viel über den amerikanischen Alltag erfahren. Erstaunlich ist jedoch, wie schnell man sich an alles gewöhnt und wie Dinge, die zu Beginn besonders waren, schnell normal werden.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Au Pair-Leben aus?
Mein Tag beginnt damit, dass ich um 6:30 Uhr aufstehe und frühstücke. Um 7 Uhr beginnt dann meine Arbeitszeit. Dreimal die Woche geht die Große zur Schule, sodass ich an diesen Tagen die Kinder morgens anziehe, wir gemeinsam spielen und gegen 9 Uhr zur Schule fahren. Dann mache ich Wäsche und andere leichte Hausarbeiten bis ich um 13 Uhr meine Gasttochter wieder abhole. Danach halten beide Kinder einen Mittagsschlaf, der mir etwas Zeit für mich gibt. Nachmittags haben wir dann Verabredungen mit anderen Kindern, gehen auf den Spielplatz oder an den Pool oder spielen und basteln zu Hause. Zwischen 16 und 17 Uhr kommen meine Gasteltern nach Hause und ich habe frei, helfe jedoch meistens beim Kochen und wir essen gemeinsam.

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