31. 07. 2009
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Auswanderer-Porträts

Auslandsjahr in Florida: Als Au-pair nach Miami Beach

Rebecca Heinrich ist ein wahrer Glückspilz. Die 24-Jährige wurde von ihrer Au-pair-Organisation ins sonnige Florida vermittelt und lebt nun für ein Jahr im angesagten Miami Beach. Was es in Florida alles zu erleben gibt und warum das Leben als "Nanny" nicht immer ein Zuckerschlecken ist, weiß die Saarländerin aus eigener Erfahrung zu berichten.

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf die Idee, als Au-pair-Mädchen nach Florida zu gehen?
Ich habe mich eigentlich erst nach einem neuen Job umgesehen. Da ich schon einmal Au-pair in der Schweiz war, habe ich mich unverbindlich bei verschiedenen Organisationen informiert. Letztendlich habe ich mich dann dazu entschieden, noch ein Auslandsjahr zu beginnen, diesmal in Florida.

Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert Ihr Aufenthalt?
Ich lebe seit drei Monaten in Miami Beach und werde voraussichtlich nächstes Jahr im April wieder nach Hause fliegen.

Wie haben Sie Ihren Au-pair-Aufenthalt organisiert?
Ich habe mich bei Ayusa beworben. Die Agentur hat mir super geholfen, und ich muss sagen, dass mir alles sehr einfach gemacht wurde.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Als Erstes muss man eine sehr ausführliche Bewerbung an die Agentur senden. Hierfür muss man Führungszeugnisse beantragen, ein medizinisches Zeugnis vorlegen, 400 Stunden an Kinderbetreuung nachweisen und das Visum bei der amerikanischen Botschaft – in meinem Fall in Frankfurt – beantragen. Ich habe meinen Job als Versicherungsfachfrau und meine Wohnung gekündigt und all meine Sachen bei meinen Eltern untergestellt. Den Flug hat die Agentur für mich gebucht.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Meine Erwartungen waren, mein Englisch zu verbessern, eine neue Kultur kennen zu lernen und das Leben in der Sonne zu genießen.

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Es ist, wie man sich es vorstellt: schöne Strände, super Wetter und ein tolles Nachtleben. Speziell in Miami gibt es Menschen aus vielen verschiedenen Nationen, besonders interessant sind deren Kulturen und Bräuche.

Wie gefällt Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Meine Gastmutter kommt aus Deutschland und der Vater aus New York. Ich passe auf zwei Kinder auf, die beide Deutsch, Spanisch und Englisch sprechen. Es macht mir sehr viel Spaß.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Au-pair-Leben aus?
Ich arbeite in der Woche von 16 Uhr bis 21 Uhr und an den Wochenenden von 10 Uhr bis 20 Uhr. Ich spiele mit den Kindern, füttere das Baby, wechsele Windeln, mache die Wäsche, gehe einkaufen und räume ein bisschen auf. Wir gehen in den Pool, in den Park oder machen einen Filmeabend mit Popcorn.

Wie unterscheidet sich das Leben in den USA von dem in Deutschland?
Das Leben ohne Freunde und Familie ist zu Beginn des Aufenthalts nicht einfach. Das ist wohl der größte Unterschied. Dann kommt natürlich noch die Sprache dazu. Das Wetter machte mir am Anfang auch sehr zu schaffen. In Amerika ist alles eben auch viel größer als in Deutschland. Hier ist es normal, dass die Männer zahlen, wenn man ausgeht, was für mich auch sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit in Florida?
Das ist einfach zu beantworten: Ich laufe am Strand, ich liege am Strand und lese am Strand (lacht). Ich liebe das Meer. Ich gehe auch gerne nach South Beach auf den Espanola Way oder spaziere im Art-déco-Distrikt. Manchmal fahre ich einfach nach Naples oder nach Key Largo, um ein Wochenende dort zu relaxen.

Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Das Leben mit meiner Familie und mit den Kindern. Es ist einfach schön, die Welt mit den Kindern zu entdecken. Ich habe eine tolle Gastfamilie, die alles dafür tut, damit ich mich hier wohl fühle.

Vermissen Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen?
Kinderschokolade (lacht).

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