Auswanderer-Porträts
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Bratwurst on the Road

Erst kam der Urlaub, dann die Geschäftsidee und schließlich der Umzug nach Amerika. Über das E2-Investorenvisum leben Roland Hinz und seine Frau Petra Gnade-Hinz in Miami, wo sie seit einem halben Jahr einen mobilen Grill-Imbiss aufbauen. Ein Unternehmensstart mit Hindernissen ...

Autor: Sarah Czuratis

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Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
Wir, das sind meine Frau Petra und ich, sind seit dem 24.10.2010 in Miami. Wir hatten die Idee zum Auswandern im Februar 2009, als wir nach einem Aufenthalt in Miami eine Geschäftsidee hatten.

War es schwer, das Leben in Deutschland hinter sich zu lassen?
Es war nicht schwer, das Leben hinter sich zu lassen. Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland sogar sehr einfach.

Sind Sie über ein Visum oder über die Greencard in die USA gekommen?
Wir haben als Investoren ein E2-Visum bekommen, welches uns erst einmal für zwei Jahre bewilligt wurde.

Was machen Sie jetzt in den USA?
Wir sind derzeit im Aufbau unseres Mobile Food Unternehmens "Eat Where You Are LLC". Die Idee ist, auf mobilen Dreirädern BBQ-Produkte - von Bratwurst bis Frikadelle - zu verkaufen. Infos zu den Stellplätzen gibt es auf der Facebook-Seite von Eat Where You Are LLC.

Gehen Sie Ihrem alten Beruf nach oder haben Sie etwas ganz Neues angefangen?
Wir haben ganz neu angefangen. In Deutschland war ich 17 Jahre als Vermögensberater selbstständig.

Was ist der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Der Erfolgsfaktor ist sicherlich einmal mehr aufzustehen, als man hinfällt.

Leben Sie jetzt „den amerikanischen Traum“?
Wir leben noch nicht den amerikanischen Traum, da es in der letzten Zeit sehr viele Stolpersteine gab und wir immer wieder aufstehen mussten. Aber in der nächsten Zeit wird es sicherlich so kommen, das wir den amerikanischen Traum leben und erleben können.

Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Wir genießen die Freiheit zu arbeiten, wann und wo wir wollen, sofern wir zu tun haben. Das Gefühl nach vollbrachter Arbeit würden wir nicht tauschen wollen.

Welche Vorteile hat man in Amerika?
Für uns liegen die Vorteile im System der Steuern und und in der Abrechnung von Mitarbeitern.

Vermissen Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen?
Wir vermissen lediglich die ein oder anderen Lebensmittel. Der Rest ist durch Importfirmen abgesichert.

Gibt es Momente, in denen Sie sich nach Deutschland zurücksehnen?
Nein, die gibt es eigentlich nicht.

Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Die Ämter (für die Lizenzen und Zulassung unserer Räder), korrupte Makler und Autohändler, die Garantien aussprechen aber nicht halten (das Auto ist seit fünf Wochen defekt und noch immer nicht repariert).

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Unsere Zukunftspläne sind, das Unternehmen weiter aufzubauen, privat noch mehr geordnet zu werden und einen Investor zu finden, um ein zweites Gewerbe zu eröffnen. Wir planen den Vertrieb von deutschen Backwaren über ein kleines Ladenlokal und auf Wochenmärkten.

Was raten Sie Leuten, die mit dem Gedanken spielen, nach Amerika auszuwandern?
Diejenigen, die beabsichtigen, nach Amerika auszuwandern, sollten - wie wir auch - mindestens anderthalb bis zwei Jahre Planung einkalkulieren und ein Startgeld von einem Jahr Lebenshaltungskosten ohne Einkommen mitbringen. Zu beachten ist, das hier alles etwas langsamer abläuft als in Deutschland. Allein die Lizenzierung für unser Fahrrad hat sechs Monate gedauert und die anderen Papiere sind auch nicht schnell besorgt. Also viel Zeit und ein finanzielles Polster mitbringen und eine Auswanderung gut überdenken.

 
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Leserkommentare (10)
Sun (06.09.2011 01:36)
Es ist oft eine Schande Deutscher zu sein!!!

Liebe Landsleute, man möchte es in die ganze Welt heraus schreien, was sind wir Deutschen in der Mehrzahl bloß für ein schreckliches Volk!

Bis auf ein Kommentar von Edith Latt und Helga gab es hier nur bösen Spot und bittere Verhöhnung, keine Hilfsangebote oder stille Zurückhaltung, auch wenn wir am Fernseher meinen, es wurden Fehler gemacht, wer macht keine Fehler, wenn er etwas Neues wagt?

Ist das nicht schön, einfach gemütlich im Fernsehsessel mit einem festen Job oder Hartz 4 zu sitzen und über andere spotten? Wer von Euch super Helden war denn schon erfolgreich als Selbständiger über 17 Jahre in Deutschland und hat für Euch, den sogenannten kleinen Mann, die Steuern bezahlt und Jobs geschaffen?

Da Ihr ja so gerne über andere nach deutscher Art herzieht, lasst uns doch wissen, wann wir Eure Sendung auf Vox anschauen dürfen, wo Ihr dann alles richtig machen werdet!

Danke, Danke, Danke, dass wir nun fast 3 Jahre in USA leben können und in 2 Jahren die amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen dürfen, wir werden keinen Tag länger damit warten als nötig.

 

In meiner amerikanischen Nachbarschaft wissen die Nachbarn, dass wir aus Deutschland kommen und halten so viel von uns Deutschen, nur gut, dass sie viele Deutsche nicht wirklich kennen, wie sie wirklich sind. Eure Zeilen wären schon ein sehr guter Anfang, um ihnen unser besonderes Volk näher zu bringen, ich schäme mich für Euch, selber nie etwas gewagt und andere dann noch auslachen. Seit 3Jahren haben wir jeden Kontakt zu Deutschen vermieden, obwohl die Amis uns immer wieder mit anderen Deutschen in Kontakt bringen wollen. Wir wissen schon warum, das wird sich auch nicht mehr ändern. Der Familie Hinz wünschen wir weiterhin die Kraft, um es auch in USA zu schaffen, es tut uns wirklich sehr leid, dass ihr schwerer Start auch noch "freundlich" von Ihren Landsleuten begleitet wurde. Doch wo viel Schatten ist, ist bekanntlich auch viel Licht, lassen Sie sich bitte nicht unterkriegen, blicken Sie nicht zurück, sondern nur vorwärts, wir können an der Vergangenheit nichts ändern nur die Zukunft gestalten. Alles Liebe Sun

Gerd (31.05.2011 23:21)
Lachnummer

Die einzigen Erfolge dieser Idee sind strapazierte Lachmuskel in Deutschland. VOX sei dank! Hoffentlich bleibt ihr uns als Hartz 4er erspart.

Der Metzger nebst Gattin (24.05.2011 03:06)
Dumm und Dümmer

Die grösste finanzielle Idiotie seit Herrn Arndt (Peter Zwegat). Danke für die tollen lacher. Krümme mich jetzt noch wegen dieser Fernseh Perle. Danke VOX.

Helga (23.05.2011 20:26)
Mutig

Es braucht schon eine Menge Mut, alles aufzugeben und einen Neustart in die Selbständigkeit in einem fremden Land zu versuchen. Nicht aufgeben!

Christian (23.05.2011 16:54)
Bleibt in Miami

Liebe BratwurstmIllionäre,

 

Danke für die lustige VOX Sendung.

Tina (23.05.2011 14:25)
Kein zurück mehr!

Durch die Sendung auf vox gibt´s ja auch kein zurück mehr, oder glaubst du im Ernst, dass du in Deutschlang als Vermögensberater noch mal Fuß fassen kannst, nachdem du allen gezeigt hast wie man´s nicht machen sollte.

Echt dumm!!!

Karl (22.05.2011 22:49)
Kaum zu glauben

Ihr seid ausgewandert, habt innerhalb weniger Monate das Geld nur so auf den Kopf gehauen, keinerlei Ahnung vom Geschaeft und auch noch andere mit rein gerissen. Und die Tochter ist illegal in den USA und darf gar nicht Arbeiten. Alle Lizenzen kann man online beantragen und bekommt sie innerhalb weniger Tage. In euren 9 besuchen habt ihr ausser Strand nicht viel gemacht, denn ihr hatten nicht mal nen Standort gesucht und rausgefunden, das diese auch Geld kosten koennen.

Christian (22.05.2011 18:18)
Bescheuert

es ist schier unglaublich wie dumm manche Menschen doch sein können, Die Frau Hinz ist in dem Bericht auf VOX ziemlich stupide und hochnäsig rübergekommen, sie hat sich beschwert, dass sie arbeiten geht und andere Leute Hartz 4 kassieren, als hätten sich die meisten Menschen das selber ausgesucht.

 

Aber man konnte schön sehen, dass man neben einem polster auch Gehirn braucht, denn so einfach ist es in den USA nicht, 2 Leute die Mitte 40 sind und so dermassen naiv sind, das ist schon unfassbar

Friedrich (20.05.2011 09:52)
undenkbar-dumm

Du hast das in 17 Jahren durch harte Arbeit als Vermögensberater ersparte Geld in kurzer Zeit in den Staaten "verbraten" und stehst nun selbst bei 40 Grad im Schatten hinter dem Grill. Wie blöd bisst Du eigentlich? Das ist Dein Traum vom Auswandern?

Edith Latt Köln (18.05.2011 12:02)
Macht Reibekuchen

Die Idee finde ich super. Nicht aufgeben. Bietet noch Reibekuchen an. Die Amis lieben Potatoecake. War selber schon oft drüben. Würde es selbst machen, bin aber leider behindert. Ihr könnt mich über Facebook erreichen. Viel Glück.