23. 07. 2012
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Auswanderer-Porträts

Der Schönermacher: Als Innenarchitekt nach Florida

Mit nur 19 Jahren zog Constantin Gorges nach New York City, um erst an der Parsons School of Design und dann dem Fashion Institute of Technology zu studieren. Im Big Apple gefiel es dem gebürtigen Düsseldorfer dann so gut, dass er nach dem abgeschlossenen Interior Design-Studium eine steile Karriere als Innenarchitekt startete. Doch nach vielen kalten Wintern in New York lockte die Sonne ihn schließlich ins warme Südflorida. Neben dem eigenen Innenarchitekturbüro in Miami Beach (derzeit designed er ein Haus auf Indian Creek Island und ein Penthouse in South Beach!) zählt dort auch die Tätigkeit als Immobilienmakler für Luxusobjekte zu seinem Portfolio. Im Florida Sun-Interview steht uns der Deutsche Rede und Antwort und zeigt uns seine ganz persönliche Sicht zum Thema Auswandern nach Amerika und dem sonnigen Lifestyle im Sunshine State.

Autor: Sarah Czuratis

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Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
1985 bin ich nach New York gezogen. Dort habe ich ein Studium der Innenarchitektur bei der Parsons School of Design angefangen und das Studium 1990 am Fashion Institute of Technology beendet. NYC hatte mir damals bessere Möglichkeiten geboten als Deutschland.

War es schwer, das Leben in Deutschland hinter sich zu lassen?
Nein, da ich in jungen Jahren, als Teenager, ausgewandert bin.

Sind Sie über ein Visum oder über die Greencard in die USA gekommen?
Ich bin erst mit einem Studenten-Visum in die USA gereist. Später hatte ich dann ein H1B-Visum, dann die Greencard. und jetzt bin ich amerikanischer Staatsbürger.

Was machen Sie jetzt in den USA?
Ich habe seit 1997 mein eigenes Innenarchitekturbüro und verkaufe zusätzlich für Sotheby’s Realty Immobilien im Großraum von Miami Beach und Miami.

Was ist der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Drei Worte: Work, work, work.

Leben Sie jetzt "den amerikanischen Traum"?
Ja, aber in einem deutschen Auto! (lacht)

Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Die Sonne, das Meer und Golf. Woody Allen hatte Recht, nicht in New York, aber in Miami: 80% of success is showing up and a New York resume helps. (lacht)

Welche Vorteile hat man in Amerika?
In Florida natürlich das Wetter. Und im Moment hat man hier auch noch steuerliche Vorteile. Das Leben ist insgesamt sehr lebenswert, da Miami Beach primär ein Ferienort ist und dementsprechend sehr viel bietet.

Vermissen Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen?
Die Zuverlässigkeit der Menschen. Und Altbier! Das gibt es frisch vom Fass nur in Düsseldorf.

Gibt es Momente, in denen Sie sich nach Deutschland zurücksehnen?
Eigentlich nicht, das wäre Zeitverschwendung. Wenn ich mich wirklich zurücksehnte, würde ich zurückziehen ...

Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Der Immigrationsprozess ist kompliziert.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Sonnig. Und hoffentlich ohne Hurrikane!

Was raten Sie Leuten, die mit dem Gedanken spielen, nach Amerika auszuwandern?
Durchhalten! Wenn Sie jetzt riesengroß rauskommen wollen, ziehen Sie nach China! (lacht) Wenn Sie sich allerdings für Miami entscheiden sollten, bietet es in Bezug auf die Lebensqualität sehr, sehr viel. Karrieretechnisch ist und bleibt New York die amerikanische Weltstadt. Viel Glück!      

 
  
23. 07. 2012
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