09. 12. 2010
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Auswanderer-Porträts

"Easy-going" Florida

Ein Monat auf einer High School in Nebraska und Kristina Bittner hatte Blut geleckt. Der American Way of Life gefiel. Nach dem Abi sollte es unbedingt noch mal nach Übersee. Ponte Vedra Beach lautete die neue Destination, wo die 20-Jährige derzeit als Aupair arbeitet. Außerdem auf dem Programm der Dortmunderin: die lockere Art der Floridianer kennen lernen und natürlich die Freizeit am Meer genießen.

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Wie kamen Sie auf die Idee, als Aupair nach Florida zu gehen?
Zunächst wollte ich während meiner Schulzeit ins Ausland gehen, was ich auch verwirklichen konnte. Ich habe also im Jahr 2008 einen knappen Monat in einer Gastfamilie in Nebraska verbracht und bin dort auf eine High School gegangen. Die USA haben mich so fasziniert, dass ich beschlossen habe, nach meinem Abitur 2010 für ein Jahr als Aupair zurückzukommen. Glücklicherweise habe ich dann eine tolle Gastfamilie gefunden, die zudem noch in Florida lebt und ich somit das ganze Jahr über Sonne habe.

Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert Ihr Aufenthalt?
Ich bin seit Mitte August in Florida und lebe in Ponte Vedra Beach, einem kleinen Ort gleich neben Jacksonville im Nordosten des Sonnenschein-Staates. Mein Aupair-Aufenthalt dauert mindestens ein Jahr mit der Option, dieses um weitere 6, 9 oder 12 Monate zu verlängern.

Wie haben Sie ihren Aupair-Aufenthalt organisiert?
Ich habe mich zunächst über einige Auslandsorganisationen informiert und diese verglichen. Letztendlich habe ich mich dann für meine Agentur (mit der ich 100% zufrieden bin!) entschieden und meine Unterlagen und Referenzen eingereicht. Um als Aupair arbeiten zu dürfen müssen 200 Stunden Kindererfahrung und idealerweise weitere 200 Stunden mit Kindern unter 2 Jahren nachgewiesen werden. Somit hab ich während meiner Sommerferien im Jahr 2009 ein dreiwöchiges Praktikum in einer Kindertagesstätte absolviert.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Als ich meine Gastfamilie in den USA dann letztendlich gefunden hatte, musste ich noch zur Botschaft nach Frankfurt, um für mein Visum vorzusprechen, welches dann einige Wochen später zusammen mit meinem Reisepass im Briefkasten lag. Der Flug wurde von meiner Auslandsorganisation gebucht und dann konnte es auch schon losgehen...

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Zunächst einmal erwartete ich natürlich, wie wohl jeder andere auch, tolles Wetter und viel Sonnenschein, eine wunderschöne Natur, einen atemberaubenden Ozean und viele neue Eindrücke. Ich muss sagen, dass keine meiner Erwartungen enttäuscht wurden!

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Als ich Mitte August in Jacksonville/Florida ankam, war es sehr heiß und schwül! Von daher hat mich die erwartete Hitze definitiv nicht im Stich gelassen. Die Mentalität der Menschen hier ist jedoch anders, als beispielsweise im Norden der USA. Mir ist gleich aufgefallen, dass alle sehr locker und „easy-going“ sind. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass man von der Sonne das ganze Jahr über verwöhnt wird.

Wie gefällt Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Sehr gut! Ich fühle mich sehr wohl in meiner Gastfamilie und bin schon nach sehr kurzer Zeit wie ein neues Familienmitglied behandelt worden, was mir sehr gut tat. Meine Gasteltern sind sehr verständnisvoll, erwarten aber auch etwas von mir, da ich schließlich meine Aufgaben zu erfüllen habe. Es gibt jedoch eine gute Balance zwischen diesen Seiten, sodass ich bisher kaum Probleme hatte und wir wirklich sehr gut miteinander auskommen.

Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem Aupair-Leben aus?
Mein Tag beginnt morgens zwischen 06:00 und 07:00 Uhr. Die Kinder frühstücken, ich ziehe sie an und spiele mit ihnen. Dann bringe ich die Kids gegen 08:00 Uhr zur nahegelegenen Schule. Um ca. 12:00 Uhr hole ich sie dann wieder ab und sie machen ein Mittagsschläfchen. Nachmittags spiele ich dann noch mit ihnen, wir gehen in einen Park, an den Strand, auf einen Spielplatz, zum Fußballtraining oder haben ein “Playdate” mit anderen Kids aus der Nachbarschaft. Abends gegen 19:00 Uhr, nachdem ich für meine Mädels das Abendessen zubereitet habe, habe dann auch ich Feierabend. Da meine Gastmutter studiert und die Vorlesungen an der Uni öfters verschoben werden oder sie noch dort bleiben muss, um zu lernen, ist auch mein Stundenplan sehr flexibel.

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