Wie kamen Sie auf die Idee, für ein Jahr an eine amerikanische High School zu gehen?
Schon im Alter von 14 Jahren habe ich gemeinsam mit meiner besten Freundin davon geträumt, zusammen ins Ausland zu gehen und dort Erfahrungen zu sammeln, die einem dann das ganze Leben über weiterhelfen können. Als ich älter wurde, kam der Wunsch, dieses Abenteuer doch alleine zu bewältigen. Zudem hatte ich viel Positives von Freunden und meiner Mutter, die als Jugendliche auch einen Austausch gemacht hat, gehört.
Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert Ihr Aufenthalt?
Ich bin seit Mitte August im sonnigen Davie, was nur wenige Minuten von Fort Lauderdale (und damit auch vom Strand) entfernt ist. Ich bleibe bis Ende Januar, dann muss ich wohl oder übel wieder in den Flieger zurück ins kalte Deutschland steigen.
Wie haben Sie ihren High-School-Aufenthalt organisiert?
Zum Glück hat mir AYUSA, die Austauschorganisation, mit der ich hier bin, den größten Teil an Arbeit erspart. Entscheidungen wie: In welcher Gastfamilie werde ich leben und auf welche High School werde ich gehen? etc. haben sie für mich übernommen und perfekt organisiert. Da ich mich für ein "Kreativstipendium" beworben habe, hatte ich nur in diesem Bereich ein wenig mehr Arbeit zu bewältigen. Ich musste viel über mich und meine Motivation, ins Ausland zu gehen, erzählen und kreativ darstellen.
Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Den größten Zeitaufwand hat eigentlich das Visum mit sich gebracht: zahlreiche Formulare ausfüllen und stundenlanges Warten in der Botschaft. Zum Glück hatte ich meinen Reisepass durch einen Amerika-Urlaub mit meiner Familie schon in der Tasche. Um den Flug haben sich meine Eltern gekümmert und auch beim Aussuchen der Geschenke für die Gastfamilie hat mir meine Mutter sehr unter die Arme gegriffen.
Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Meine Grundeinstellung war von vornherein: "Erwarte nichts. Lass einfach alles auf dich zukommen und wirken." Aber insgeheim habe ich mir natürlich schon erhofft, dass ich eine super Zeit haben werde, sprich: ein gutes Verhältnis zu meiner Gastfamilie aufzubauen, die amerikanische Kultur/Sprache kennen und lieben zu lernen und viele neue Freundschaften zu knüpfen.
Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Schon als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin, war ich von diesem unglaublichen Sonnenschein-Wetter beeindruckt, und als ich dann nach einigen Tagen zum ersten Mal am Strand war, konnte ich meine Begeisterung gar nicht mehr stoppen. Es hat sich direkt wie ein Langzeiturlaub angefühlt.
Wie gefällt Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Sehr gut! Ich habe riesiges Glück mit meiner Gastfamilie, da ich direkt von Anfang an stark integriert wurde und sich alle sehr für meine Erzählungen von meinem deutschen als auch amerikanischen Leben interessieren. Wir kommen super miteinander aus und sie vermitteln mir das Gefühl, ein Teil der Familie zu sein. Natürlich gibt es auch einige kulturelle Unterschiede, an die ich mich erst mal gewöhnen musste. Zum Beispiel gibt es hier anstatt eines großen Sonntagmorgenfrühstücks mit Brötchen, Croissants und Marmelade eher mal Rührei, Pancakes und Bagels. Mittlerweile komme ich damit aber zurecht.
Wie sieht ein typischer Tag in Ihrem High-School-Leben aus?
Morgens um sieben Uhr fahren meine Freunde und ich gemeinsam mit dem Auto in die Schule. Dort verbringe ich dann auch gut die Hälfte des Tages, um genau zu sein von 8.30 Uhr bis 14.40 Uhr. Zum Glück macht die Schule sehr viel Spaß: Ich konnte mir aus zirka 100 Fächern acht selbst aussuchen und somit perfekt meinen Interessen anpassen. Zudem gibt es auch eine lange und stets heiß ersehnte Lunchpause, in der es immer genügend Zeit für den neuesten Klatsch und Tratsch gibt.







