Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
Ich lebe seit 1991 in Florida. Als ich zum ersten Mal 1986 für acht Monate als AuPair nach Florida kam, hat es mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wieder zurückkommen wollte. Nach dem AuPair-Aufenthalt bin ich erstmal wieder nach Deutschland zurückgeflogen, obwohl ich eigentlich gar nicht wollte. Letztendlich hat es dann vier Jahre gedauert, bis ich in die USA ausgewandert bin. Diesmal sollte Florida jedoch endgültig meine neue Heimat werden.
War es schwer, das Leben in Deutschland hinter sich zu lassen?
Nicht wirklich, denn ich hatte mich sehr auf das neue Leben in Florida gefreut. Seit Jahren wollte ich zurück in die USA und dann sollte es endlich soweit sein.
Sind Sie über ein Visum oder über die Green Card in die USA gekommen?
Über ein Visum.
Was machen Sie jetzt in den USA?
Ich wohne in Miami und arbeite dort als Real Estate Agent, oder zu Deutsch: als Immobilienmaklerin.
Gehen Sie Ihrem alten Beruf nach oder haben Sie etwas ganz Neues angefangen?
Ich habe hier in Florida mit meinem Beruf in der Immobilienbranche etwas ganz Neues angefangen.
Was ist der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Man muss seine Ziele immer genau vor Augen haben und darf nie aufgeben!
Leben Sie jetzt "den amerikanischen Traum"?
Das kann man schwer sagen.
Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Die Sonne, die Palmen, den Strand und das Meer. Das Klima ist hier einfach toll, und man lebt in einem Paradies.
Welche Vorteile hat man in Amerika?
Es ist das altbekannte Klischee, in dem viel Wahres steckt: Die USA ist und bleibt einfach das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Vermissen Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen?
Ich vermisse einige Lebensmittel, die ich hier in Florida nicht bekommen kann, wie deutsche Schokolade und gutes Brot.
Gibt es Momente, in denen Sie sich nach Deutschland zurücksehnen?
Kaum. Allerdings fanden in den letzten Jahren einige Familienfeste in Deutschland statt, an denen ich wegen Zeitmangels und aufgrund der Entfernung nicht teilnehmen konnte. In diesen Momenten sehnt man sich schon manchmal nach der Heimat zurück.
Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Das größte Problem für mich als deutsche Auswanderin war die Beantragung eines Visums. Mit der Einwanderungsbehörde hatte ich meine Mühe und Not, aber es hat sich gelohnt.
Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Mein Ziel ist es, mir hier in Miami mein eigenes kleines Geschäft aufzubauen.
Was raten Sie Leuten, die mit dem Gedanken spielen, nach Amerika auszuwandern?
Sie sollten sich vorher mit den Einwanderungsgesetzen vertraut machen. Außerdem sollten sie den Staat oder die Stadt, in die sie gerne auswandern möchten, vorher besuchen, um zu sehen, ob es ihnen hier überhaupt auf lange Sicht gefallen würde. Generell sollten potentielle Auswanderer im Vorhinein so viele Informationen wie möglich sammeln, um auf dieses Abenteuer gut vorbereitet zu sein. Außerdem ist es sehr wichtig, ein Anfangskapital für den Neustart mitzubringen. Wer nicht genügend finanzielle Eigenmittel besitzt, wird es hier schwer haben.






