20. 07. 2009
Artikel bewerten
  
Auswanderer-Porträts

Erfolgreiche Presse-Frau wandert aus in Sunshine State

PR-Managerin und Journalistin, selbstständige Unternehmerin und "nebenbei" noch Ehefrau und Stiefmutter von zwei Kindern. All das ist Monika Böhm-Fandino. Die gebürtige Paderbornerin zog vor über zehn Jahren nach Miami. Das sie die Metropole heute als ihre Heimat betrachtet, hatte sie damals niemals in Erwägung gezogen.

Autor: Anja Liesner

Left3-disabled Bild 1 von 6 Right3-enabled

Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
Ich habe mich eigentlich niemals als Auswanderin gesehen. Seit April 1998 lebe ich in Miami. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, hier bleibst Du, dann hätte ich freundlich abgewunken. Ich hatte mich nie mit Miami auseinandergesetzt. Diese faszinierende Stadt "kam" mit dem Mann, den ich dazumal in Dubai auf einer Messe kennen gelernt hatte. Da lebte ich noch in London und war dann irgendwann müde, die langen und weiligen Flüge monatlich zu unternehmen. Ich habe den Luxus, als freie PR-Managerin und Journalistin überall auf der Welt zu arbeiten. So bin ich kurz entschlossen nach Miami gezogen. Die Liebe zum Mann hielt jedoch nur ein halbes Jahr – die Liebe zu Miami aber bis heute.

War es schwer, das Leben in Deutschland hinter sich zu lassen?
Da ich damals bereits ein Jahr in London gelebt habe, war Deutschland kein so großes Thema mehr. Vor zehn Jahren war ich aufgeregt und neugierig auf neue Kulturen und Länder, heute wünsche ich mir Europa immer mehr zurück.

Sind Sie über ein Visum oder über die Greencard in die USA gekommen?
Da ich für ProSieben als freie Mitarbeiterin gearbeitet habe, war ich für ein Journalisten-Visum qualifiziert und konnte es relativ unbürokratisch für fünf Jahre beantragen. Wohlgemerkt – das war im Jahr 1998 und somit vor dem 11. September! Da war noch alles sehr viel einfacher. Heute habe ich eine Greencard. Die habe ich aber nicht bekommen, weil ich bereits lange in den USA lebe, sondern weil ich dann doch noch meine große Liebe getroffen habe. Diese Liebe heißt Fernando und ist mittlerweile mein Ehemann. Fernando kommt aus dem spanischen Galizien, ist allerdings seit vielen Jahren amerikanischer Staatsbürger. Wir haben im vergangenen Jahr geheiratet und somit wurde mir die Greencard im April diesen Jahres ausgestellt.

Was machen Sie jetzt in den USA?
Ich bin immer noch als freie TV-Redakteurin für verschiedene TV-Stationen unter anderem für RTL, ProSieben und Univision tätig. Außerdem bin ich mit der Heirat auch Stiefmutter von zwei wundervollen Kindern, Julian und Lara, und zwei Hunden: Schatzi und Greta. Ach ja, habe ich bereits meinen Mann erwähnt? Fernando, great guy! ;-)

Gehen Sie Ihrem alten Beruf nach oder haben Sie etwas ganz Neues angefangen?
Ich habe Kommunikationswissenschaften und Journalismus studiert und war eigentlich eine dieser PR-Ladies, die auf jedem Social Event anzutreffen waren. Das war mein Job, und irgendwann wurde es mir dann zu viel. Zu viel des Small Talks, zu viel des Guten. Beim Fernsehen bin ich zu Hause, und ich arbeite sehr gern. Ich habe meine eigene Firma MB Media Services gegründet und bin damit auch erfolgreich.

Was ist Ihrer Meinung nach der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Den Erfolgsfaktor kann man meiner Meinung nach nicht auf Amerika reduzieren. Erfolg ist, wenn ich mich persönlich auch im Vorort von Paderborn wohl fühle. Habe ein Ziel vor Augen und verfolge es. Was immer Du aus Überzeugung und mit Leidenschaft in Deinem Leben umsetzt, ist von Erfolg gekrönt.

Leben Sie jetzt "den amerikanischen Traum"?
Siehe oben. Ich lebe meinen eigenen Traum ziemlich erfolgreich.

Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Meine Familie, das Wetter und natürlich das Florida Sun Magazine.

Welche Vorteile hat man in Amerika?
Ich kann werktags nach 20 Uhr und am Wochenende unbegrenzt einkaufen gehen.

Seite

1  |

2

nächste Seite »

 
  
20. 07. 2009
Artikel bewerten