23. 02. 2010
Artikel bewerten
  
Auswanderer-Porträts

"Ich wollte die Welt sehen" - als Fotograf nach Amerika

Vor 20 Jahren wanderte der Deutsche Robert Klemm nach Amerika aus. Erst war die Fashionmetropole New York die Wahlheimat des Modefotografen. Heute ist das sonnige Miami Klemms Zuhause, wo er die traumhaften Kulissen für seine Fotoshootings nutzt.

Autor: Sarah Czuratis

Left3-disabled Bild 1 von 4 Right3-enabled

Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
Ich lebe seit 20 Jahren in den USA und bin ursprünglich nach New York ausgewandert. In erster Linie wollte ich die Welt sehen. Die Auswanderung hatte aber auch berufliche Gründe. Ich war Mode-Fotograf und für einen solchen Beruf ist New York der richtige Ort.

War es schwer, das Leben in Deutschland hinter sich zu lassen?
Nein, denn ich besuche meine alte Heimat Deutschland jedes Jahr. Außerdem behalte ich stets einen guten Kontakt zu meiner Familie und Freunden.

Sind Sie über ein Visum oder über die Green Card in die USA gekommen?
Ich bin erst über ein Visum eingereist. Mittlerweile besitze ich die Green Card.

Was machen Sie jetzt in den USA?
Ich bin in Miami als Fotograf tätig – Robert Klemm Photography.

Gehen Sie Ihrem alten Beruf nach oder haben Sie etwas ganz Neues angefangen?
Ich war bereits in Deutschland als Fotograf  tätig. Somit gehe ich auch heute noch meinem alten Beruf nach.

Was ist der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Zwei wichtige Erfolgsfaktoren sind Aufgeschlossenheit und Flexibilität.

Leben Sie jetzt "den amerikanischen Traum"?
Ja, ich habe hier ein gutes Leben.

Was genießen Sie am meisten am Leben in Florida?
Ich genieße vor allem das Wetter, sowohl beruflich als auch privat. Außerdem liebe ich das gute Essen, besonders den frischen Fisch. Außerdem gibt es hier viel Gesundes wie Salate und Obst.

Welche Vorteile hat man in Amerika?
In den USA kann man viele neue Dinge beginnen. Man wird hier viel weltoffener und kommt schnell in Kontakt mit Leuten aus der ganzen Welt. New York und Miami sind sehr internationale Städte. Außerdem hat man hier mehr Freiheiten als in Deutschland. Die Leute lassen einen in Ruhe und man wird hier nicht durch die Lupe betrachtet.

Vermissen Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen?
Ja, die deutsche Qualität bei bestimmten Produkten.

Gibt es Momente, in denen Sie sich nach Deutschland zurücksehnen?
Die gibt es sicher, zum Beispiel an Weihnachten, wenn ich gerne auf dem Christkindlmarkt wäre. Außerdem vermisse ich den deutschen Fußball und Weinfeste.

Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Die größten Schwierigkeiten hatte ich mit der englischen Sprache, denn ich bin Legastheniker.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Ich hoffe, auch weiterhin so gut wie bisher (lacht).

Was raten Sie Leuten, die mit dem Gedanken spielen, nach Amerika auszuwandern?
In den USA gibt es ein Sprichwort: It’s always greener on the other side (Auf der anderen Seite ist es immer grüner). Wer hierher auswandern möchte, sollte die Einstellung besitzen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

 
  
23. 02. 2010
Artikel bewerten