26. 01. 2009
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Auswanderer-Porträts

Kinder betreuen und dabei Englisch lernen

Das Leben als AuPair ist zeitweise ziemlich anstrengend. Davon weiß auch Annemarie Pachmann aus Halberstadt in Sachsen-Anhalt ein Lied zu singen. Doch die 20-Jährige weiß auch, dass es ein unvergessliches Erlebnis ist – und sie war von Anfang an verliebt in Florida.

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf die Idee, als AuPair nach Florida zu gehen?
Das war schon mit 14 Jahren ein großer Traum von mir. Ich bin gerne mit Kindern zusammen. Außerdem wollte ich schon immer in das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", um die Kultur kennen zu lernen, mein Englisch aufzubessern und das alltägliche Leben einer amerikanischen Familie hautnah mitzuerleben. Vor allem aber war es mir wichtig, mal auf eigenen Füßen zu stehen. Dass ich meinen Traum dann noch im sonnigen Florida verwirklichen würde, war pures Glück. Der Ort war mir eigentlich egal. Hauptsache, ich würde mit meiner Gastfamilie zurechtkommen. Und ich hatte mit beidem Glück.

Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert ihr Aufenthalt?
Ich bin seit Februar 2008 in den USA. Mein großes Abenteuer begann aber nicht in Florida, sondern in New York, wo ich vorher einen einwöchigen Workshop zum Thema Kinderbetreuung absolvierte. Danach ging es hier nach Weston, einen Vorort von Miami. Da ich wirklich eine super-nette Familie gefunden habe und ich Florida einfach toll finde, überlege ich, ob ich meinen Aufenthalt hier noch um sechs Monate verlängern soll.

Wie haben Sie ihren AuPair-Aufenthalt organisiert?
Ich habe schon früh damit angefangen, mir Angebote unterschiedlicher Agenturen schicken zu lassen. Einige davon habe ich mir näher angeschaut und mich letztendlich für iSt/EurAuPair entschieden, wo ich mich dann beworben habe. Ich wurde zu einem persönlichen Interview nach Frankfurt eingeladen und bekam einige Wochen später die Unterlagen für mein Bewerberprofil, welches von den Gastfamilien eingesehen werden kann. In einem so genannten "Dear Hostfamily-Letter" habe ich mich kurz vorgestellt, auch mit Fotos von mir mit meinen ehemaligen Babysitter-Kindern, meiner Familie und meinen Freunden. Neben drei Referenzschreiben von zwei Babysitter-Familien und meiner Englischlehrerin musste ich noch ein Gesundheits- und Führungszeugnis vorlegen. Danach hieß es dann abwarten, bis sich eine Familie meldet. Am 13. Januar 2008 rief meine jetzige Familie aus Weston/Florida an. Ich habe gleich meine Agentur benachrichtigt, dass ich eine passende Familie gefunden habe, und bekam sofort alle Unterlagen für mein Visum zugeschickt.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Den größten Teil der Vorbereitungen hat die Agentur für mich erledigt. Ich musste nur mein Visum selbst beantragen und mich dann bei der amerikanischen Botschaft in Berlin persönlich vorstellen. Eine Woche später kam schon mein Visum, und die Agentur kümmerte sich schließlich um die Flugbuchung. 

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Im Vordergrund stand für mich, meine Englischkenntnisse zu verbessern. Es ist ja am einfachsten, eine Sprache zu lernen, wenn man sie jeden Tag anwendet. Außerdem hatte ich mir erhofft, dass man als AuPair sehr schnell selbstständig wird, da man ja eine große Verantwortung für die Kinder übernimmt und somit plötzlich selbst kein Kind mehr ist.

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Ich war von Anfang an verliebt in Florida. Die Menschen hier sind super freundlich, das Wetter ist (fast) immer schön. Ich finde es auch klasse, dass man nicht lange bis zum Strand braucht. Man kann aber auch sagen, dass Florida nicht typisch amerikanisch ist, denn speziell in Miami leben viele Südamerikaner. Neben Englisch kann man also auch sehr gut Spanisch lernen.

Wie gefällt Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie? 
Ich fühle mich wie zu Hause und mehr wie eine Tochter als "nur" das AuPair-Mädchen. Ich bin quasi die "große Schwester" für meine AuPair-Kids bin. In Deutschland habe ich nur mit meiner Mutter zusammengelebt, und hier sind es mit mir nun fünf Personen im Haushalt.

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