Auswanderer-Porträts
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Kinder, College und Kultur – ein Auslandsjahr in Orlando

"I love Florida!" sagt Stefanie Quoika, die auf der Suche nach der perfekten Gastfamilie im Sunshine State landete. Ins sonnige Orlando hat sich das 19-Jährige Au-pair, die neben der Kinderbetreuung auch ein College besucht, auf Anhieb verliebt: "Meine Wahl würde immer wieder auf Florida fallen."

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf die Idee, als Au-pair nach Florida zu gehen?
Ich hatte sehr lange überlegt, was ich nach meinem Abitur machen werde. Meine Freundin kam dann auf die Idee, zusammen für ein Jahr als Au-pair in die USA zu gehen.Zu Anfang war ich davon nicht so begeistert, da mich viele Zweifel plagten: Halte ich es ein Jahr getrennt von meiner Familie, meinen Freunden und vor allem meinem Freund aus? Ein Jahr ganz allein in einem fremden Land, mit fremder Sprache?

Trotzdem suchte ich mir schon mal alle Infos zusammen und schickte meine Bewerbung ab. Dabei merkte ich, dass sich bereits Vorfreude breit machte. Je mehr ich mich damit beschäftigte, umso mehr wurden mir die ganzen Vorteile, die das Jahr mit sich bringen würde, bewusst: viel reisen, meine Englischkenntnisse aufbessern, viel Zeit mit Kindern verbringen und ein Jahr voller neuer, spannender Erfahrungen. Nach langem Überlegen und vielen Gesprächen mit meiner Familie und meinem Freund habe ich mich dazu entschieden, zum großen Abenteuer Amerika aufzubrechen.

Seit wann und wo sind Sie in Florida und wie lange dauert Ihr Aufenthalt?
Am 24. August 2009 ging es dann los. Zuerst stand eine Woche Au-pair-Schule in New York City an und gleich danach ging es zur Gastfamilie nach Orlando/Florida. Hier lebe ich nun voraussichtlich bis zum 24. August 2010 mit meinen Gasteltern und meinen beiden Gastkindern.

Wie haben Sie ihren AuPair-Aufenthalt organisiert?
Über eine örtliche Zeitung in Deutschland habe ich zufällig von der Organisation Cultural Care Au Pair erfahren, die schon sehr lange erfolgreich Au-pairs in die USA vermittelt. Daraufhin habe ich mir im Internet die Bewerbung herunter geladen und ausgefüllt. Kurz darauf bekam ich schon die Bestätigung, dass ich in den "Matching Prozess" (der Prozess, in dem die Organisation eine passende Gastfamilie für das zukünftige Au-pair sucht) aufgenommen wurde. Nun stand zunächst einmal langes Warten an. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in den USA entschieden sich nämlich viele Gastfamilien erst kurzfristig für oder gegen ein Au-pair.  Vier Monate, viele Telefonate und fünf Gastfamilien später hatte ich dann endlich die passend Gastfamilie gefunden.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Nachdem ich eine Gastfamilie hatte, unterstütze mich die Organisation weiterhin bei allem, was noch zu erledigen war. Vier Wochen vor meiner Abreise musste ich zur amerikanischen Botschaft nach München, um mein Visum zu beantragen. Auch dabei wurde ich von der Organisation mit vielen Information (z.B. welche Dokumente ich zur Beantragung benötige und wann ich wo erscheinen muss) versorgt. Cultural Care buchten dann auch den Flug nach New York und Orlando und organisierte den einwöchigen Aufenthalt in der Au-pair-Schule in NY. Weiterhin sorgten sie dafür, dass ich während all diesen Vorbereitungen in ständigem Kontakt mit meiner Gastfamilie bleibe.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Ich habe mir ein sehr aufregendes Jahr erhofft, mit vielen Städtetrips, viel Zeit mit den Kindern, der Aufbesserung meiner Englischkenntnisse und vor allem mit viel Sonne! Ich hatte mich besonders darüber gefreut, eine Familie aus Florida gefunden zu haben, da Florida und Kalifornien die beliebtesten Ziele für Au-pairs und dementsprechend schwer zu bekommen sind.

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
I love Florida! Zum einen wegen des Wetters und zum anderen wegen der vielen Freizeitmöglichkeiten. Die Gegend, in der ich hier lebe, liegt ziemlich günstig – nämlich genau in der Mitte zwischen Disney World, Sea World und den Universal Studios. Die Parks sind zwar alle ziemlich teuer aber absolut sehenswert. Auch bis zur Ost- und Westküste Floridas ist man nur zirka 1 ½ Stunden unterwegs. Wenn ich mich erneut für einen US-Bundesstaat entscheiden müsste, würde meine Wahl immer wieder auf Florida fallen.

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