13. 04. 2012
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Auswanderer-Porträts

Verliebt in Florida

Vera Kresse lebte ein Jahr in Floridas Entertainment-Hauptstadt Orlando. Neben dem Alltag an einer US-Highschool und dem Leben in amerikanischen Gastfamilie genoss die Schülerin auch Ausflüge zu Disney oder dem nächst gelegenen Strand. "Eine wahnsinnig gute Erfahrung", schwärmt die Deutsche und erklärt in unserem Interview, warum man den Sprung ins Auslandsabenteuer wagen sollte.

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf die Idee, für ein Jahr an eine amerikanische High School zu gehen?
Ich habe mich schon als Kind immer für das Ausland interessiert und wollte immer auswandern (lacht). Und da erschien mir ein Jahr im Ausland doch schon mal als ein Anfang. Ich finde andere Kulturen einfach wahnsinnig spannend und interessant!

Seit wann und wo waren Sie in Florida und wie lange dauerte Ihr Aufenthalt?
Ich bin nach einem dreitägigen Aufenthalt in New York schließlich am 7. August 2010 in Orlando angekommen. Ich war natürlich super aufgeregt und gespannt auf alles. Am 22. Juni 2011 habe ich Orlando dann leider wieder verlassen.

Wie haben Sie ihren High-School-Aufenthalt organisiert?
Ich bin in Deutschland zu einer speziellen Messe gegangen und habe mich dort mit meinen Eltern informiert. Als dann die Organisation und das Gastland feststanden, ging es an die Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche – bis dann das Abflugdatum endlich näher rückte.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Ich habe mich natürlich ausreichend für meinen Aufenthalt informiert und musste auch mein Visum in Frankfurt beantragen. Dieser ganze Papierkram überall! Aber ich wusste ja, wofür ich es mache. Schon mal so viel vorneweg: Es war es so was von wert!

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Ich habe mich einfach auf ein tolles, typisch amerikanisches High-School-Jahr gefreut. Natürlich hatte ich auch Angst und habe gehofft, schnell Freundschaften zu schließen und mich gut mit meiner Gastfamilie zu verstehen.

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Big! Die USA sind einfach riesig! Nach New York war ich ja schon etwas vorgewarnt, aber auch Florida hat mir noch einmal die Sprache verschlagen. Und als ich dann zum ersten Mal den Atlantik sah, war es um mich geschehen: Ich habe mich total in Florida verliebt.

Wie gefiel Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Es hat mir gut gefallen. Ich hatte mein eigenes Zimmer. Auch der tolle Pool war ein Luxus. Ich hatte immer jemanden um mich und auch wenn das Heimweh mal zugeschlagen hat, war immer ein tröstender Arm da. Auch meine gleichaltrigen Gastgeschwister haben mir das Einleben sehr leicht gemacht.

Wie sah ein typischer Tag in Ihrem High-School-Leben aus?  
Aufstehen, frühstücken, sieben Stunden in die Schule und danach zwei Stunden zum Schwimmtraining oder zu Theaterproben. Danach meist etwas mit Freunden unternehmen.

Wie unterscheidet sich das Leben in den USA von dem in Deutschland?
Generell gibt es gar nicht so große Unterschiede. Aber es wird in Deutschland einfach viel mehr Rad gefahren und nicht so schrecklich viel mit dem Auto. Und das typische Fast-Food-Essen ist in Deutschland auch nicht so weit verbreitet.

Was haben Sie in Ihrer Freizeit in Florida unternommen?
Während der Schulzeit hatte ich immer Schwimmtraining oder Theaterproben. Sonst hat man sich mit Freunden getroffen und in den Ferien ging es auch mal nach Disney, zum Strand oder zum Shoppen.

Was haben Sie am meisten am Leben in Florida genossen?
Das Wetter!

Haben Sie Dinge, die Sie aus Deutschland kennen, vermisst?
Natürlich vermisst man manchmal das Essen oder ein paar alte Gewohnheiten, aber wirklich schrecklich ist nur das Heimweh. Wenn man die Familie und die Freunde mal nicht um sich hat, wird einem erst mal bewusst, wie wichtig sie sind und was für ein Glück man hat.

Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Das oben genannte Heimweh, aber das geht vorbei und auch daraus lernt und wächst man.

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