Auswanderer-Porträts
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Von der Schweiz in die USA

Luc Burkhardt hat das geschafft, woran viele noch arbeiten: Er lebt den amerikanischen Traum. Vor 14 Jahren wanderte der Schweizer in das sonnige Florida aus, um dort seine eigene Firma zu gründen. Heute ist Burkhardt erfolgreicher Unternehmer, Schweizer Honorarkonsul in Orlando und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Winter Park/Florida. Im Interview mit Florida Sun berichtet der 44-Jährige, was das Leben in Amerika ausmacht und wie das Auswandern zum Erfolg wird.

Autor: Sarah Czuratis

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Seit wann leben Sie in den USA und wie kamen Sie auf den Gedanken auszuwandern?
1982-83 ging ich als Austauschstudent in eine amerikanische High School. Ich wollte schon immer eine eigene Firma gründen. Dies schien mir einfacher in den USA als in der Schweiz. Die USA bietet einen größeren homogenen Markt als die Schweiz oder Europa. Bestehende Kontakte in Europa und den USA brachten mich auf die Geschäftsidee, europäische Hersteller in den USA zu vertreten. Seit 1994 lebe ich nun in Amerika.

Wie lange hat es danach gedauert, bis Sie die Koffer gepackt haben?
Rund 6 Monate nach Entscheid.

War es schwer, alles in der Schweiz hinter sich zu lassen?
Am Anfang schon, vor allem Familie und Freunde. Heute, mit Internet und E-Mail, ist alles viel einfacher als noch vor 14 Jahren. Aber ich vermisse immer noch den Jahreszeitenwechsel.

Sind Sie über ein Visum oder über die Green Card in die USA gekommen?
Über die Green Card.

Was machen Sie jetzt in den USA?
Ich vertrete europäische Hersteller in den USA. Wir bauen den Verkauf und das Marketing auf, betreiben Kundenservice und übernehmen zum Teil auch die Lagerung der Produkte (siehe www.germanbusiness.com). Zudem bin ich seit 2000 auch der Schweizer Honorarkonsul in Orlando.

Gehen Sie Ihrem alten Beruf nach oder haben Sie etwas ganz Neues angefangen?
Eine Mischung aus beidem. Den Marketing-Rucksack habe ich aus Europa mitgebracht, den Verkauf habe ich „on the job“ in den USA gelernt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich - im Gegensatz zu Europa - man amerikanische Kunden gewinnt.

Was ist der Erfolgsfaktor, um in Amerika Fuß zu fassen?
Ein großes Netzwerk an Kontakten und die Fähigkeit, schnell mit Kunden eine Beziehung aufzubauen. Kontakte sind enorm wichtig, weil man somit im Geschäftsleben immer Anlaufstellen hat, die weiterhelfen. Amerikaner sind sehr hilfsbereit.

Leben Sie jetzt "den amerikanischen Traum"?
Absolut. Im Familien- und Berufsleben! Den Traum muss man sich aber erarbeiten, nicht erschlafen.

Was genießen Sie am meisten am Leben in Amerika?
Die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Amerikaner, die Anzahl der Golfplätze und die niedrigeren Lebenskosten im Vergleich zu der Schweiz.

Welche Vorteile hat man in Amerika?
Im Geschäftsleben hat man kleinere Anlaufkosten bei der Firmengründung und man hat auch als neue Firma die Gelegenheit, schnell Kunden zu gewinnen. Als Privatperson hat man den Vorteil, dass der Einzelhandel sieben Tage pro Woche geöffnet hat. Zudem gibt es eine höhere Lebensqualität der Mittelklasse.

Vermissen Sie Dinge, die Sie aus der Schweiz kennen?
Gut funktionierender öffentlicher Verkehr und einige Nahrungsmittel wie Weichkäse, gute Salami und Grappa.

Gibt es bzw. gab es Momente, in denen Sie sich nach der Schweiz zurücksehnen bzw. zurückgesehnt haben?
Nein. Durch Geschäftsreisen nach Europa bleibe ich sehr eng in Verbindung mit der Heimat.

Was waren die größten Schwierigkeiten, mit denen Sie zu kämpfen hatten?
Unser Haus wurde 2004 von Hurrikan Charley total zerstört. Die folgenden 18 Monate mit Versicherung und Neubau und zwei Kindern in der Schule waren anstrengend. Auch war es schwierig zu akzeptieren, dass Amerikaner nie pünktlich sind.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Ich plane einen weiteren Geschäftsausbau.

Was raten Sie Leuten, die mit dem Gedanken spielen, nach Amerika auszuwandern?
Man sollte keine Angst haben, die Amerikaner nach Rat und Hilfe zu fragen. Nicht versuchen, alles selber zu machen! Eine gewisse Abenteuerlust gehört aber immer noch dazu. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass man sich den Amerikanern anpassen muss, und nicht erwarten, dass sich Amerikaner uns anpassen. Und noch ein Tipp: Start building your credit report*!

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