30. 11. 2011
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Auswanderer-Porträts

Weißer Sand statt Schneegestöber: Auslandsjahr im Sonnenstaat

"Wer träumt nicht davon, ein Jahr im Paradies zu leben?", sagt Jessie Fink über ihre Zeit in Florida. Eine amerikanische Gastfamilie aus Tampa lud die Deutsche zu sich in den Sunshine State, wo die 17-jährige Wuppertalerin ein Jahr lang eine High School besuchte und zur Weihnachtszeit den fehlenden Schnee mit einem Besuch am Strand wettmachte.

Autor: Sarah Czuratis

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Wie kamen Sie auf die Idee, für ein Jahr an eine amerikanische High School zu gehen?
Meine damalige Englischlehrerin hatte unsere Klasse darauf angesprochen und uns auf die geniale Idee gebracht, auf so einem Weg eine neue Kultur kennen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und natürlich auch unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Ich war sofort Feuer und Flamme. Meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt und so habe ich angefangen, mein großes Abenteuer zu planen und zu organisieren.

Wo waren Sie in Florida und wie lange dauerte Ihr Aufenthalt?
Ich habe für circa 11 Monate (August bis Juli) bei meiner Gastfamilie in Tampa gelebt, eine große Stadt nah am Meer mit vielen interessanten und wunderbaren Seiten.

Wie haben Sie Ihren High-School-Aufenthalt organisiert?
Mit der Organisation Ayusa-Intrax. Ich habe mich dort beworben und Ayusa-Intrax hat die organisatorischen Sachen übernommen. Dazu haben sie mich sehr gut betreut und durch diverse Vorbereitungstreffen und Veranstaltungen gut auf das Auslandsjahr vorbereitet.

Und dann begann das nervenzerreißende Warten auf eine Gastfamilie und eine Platzierung. Das Warten hat sich gelohnt. (lacht) Als ich endlich über meine Gastfamilie Bescheid bekam, ging es ein paar Tage später auch schon los. Ich habe das "Paketprogramm" gebucht, mit dem man erst mit anderen Austauschschülern drei Tage in New York verbrachte und sich Sehenswürdigkeiten anschauen konnte.

Welche Vorbereitungen mussten Sie vor Ihrer Abreise treffen?
Zuerst einmal musste natürlich die Bewerbung geschrieben werden. Doch um den Flug, die Schule und die Suche nach einer Gastfamilie hat sich Ayusa-Intrax gekümmert. So musste ich nur noch das Visum in Frankfurt beantragen. Natürlich mussten dann noch viele "Kleinigkeiten" vorbereitet werden, aber das gehörte irgendwie dazu und hat auch wirklich Spaß und vor allem Vorfreude gebracht.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Florida gekommen?
Es ist komisch. Wenn ich darüber nachdenke, hatte ich eigentlich keine Erwartungen oder Vorstellungen, wie dieses Jahr oder Florida sein würden. Allerdings hatte ich gehofft, dass ich in eine nette Gastfamilie komme, mit der ich mich gut verstehen würde, und dass ich gut mit meinem "neuen" Leben dort zurechtkommen würde. Und so kam es auch. Meine Gastfamilie war einfach die tollste der Welt, und ein Leben im Sunshine State Florida kann ja gar nicht so schwer sein. (lacht)

Ihre ersten Eindrücke von Florida?
Mein erster Eindruck war der Blick aus dem Flugzeugfenster. Wasser, so weit das Auge reicht! Ich habe mich so darüber gefreut, dass ich jetzt im sonnigen und warmen Florida leben würde. Da hatte ich echt Glück. Wer träumt nicht davon, ein Jahr im Paradies zu leben?

Wie gefiel Ihnen das Leben in einer amerikanischen Gastfamilie?
Ich fand das Leben bei meiner Gastfamilie einfach nur unglaublich toll, wenn dieses Wort nicht sogar noch zu schwach für meine Gefühle ist. Da ich Einzelkind bin, war es wunderbar, zwei Gastbrüder zu haben. Man konnte mit ihnen so viel Spaß haben. Auch mit meinen Gasteltern habe ich mich super verstanden. Es war immer irgendetwas los. Langeweile hatte ich nie. Ich konnte mich meiner Gastfamilie immer voll und ganz anvertrauen und habe mich bei ihnen sehr zuhause gefühlt.

Auch jetzt haben wir immer noch viel Kontakt und "skypen" oder telefonieren oft. Es kommt sogar vor, dass ich Heimweh nach meinem zweiten Zuhause habe. Dann muss ich erst mal meine Gastfamilie anrufen. Ich plane auf jeden Fall, sie bald zu besuchen.

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30. 11. 2011
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