Das US-Zensusbüro verzeichnete zwischen Juli 2007 und Juli 2008 einen Netto-Verlust von 9.286 indigenen Florida-Bewohnern, schreiben The Associated Press und The Gainesville Sun.
Nach Jahren des explosionsartigen Bevölkerungswachstums also kürzere Seating-Zeiten im Outback Steakhouse und freie Meerblicke! Oder etwa nicht? Nicht so ganz, denn die Zuwanderung von internationalen "Überfliegern" nahm netto um 77.427 zu. Außerdem stieg nach Angaben des US-Census die Geburtenrate an (235.241 Geburten auf 176.811 Sterbefälle zwischen Juli 2007 und Juli 2008). Derzeit bringt es Florida auf 18,3 Millionen Einwohner und belegt damit Platz vier in punkto Bevölkerungsdichte aller US-Staaten. 2008 betrug die Gesamt-Netto-Migration nach Florida 68.141.
In den vergangenen acht Jahren wies Florida eine durchschnittliche, jährliche Zuwanderungsrate von 293.000 in- und ausländischen Bewohnern aus. Es ist seit 1972 das erste Mal in der Geschichte der Aufzeichnungen des "University of Florida's Bureau of Economic Research", dass Florida einen jährlichen Verlust an einheimischen Zuwanderern hingelegt hat.
Gar nicht so verwunderlich, denn insgesamt ist die Umzugsfreudigkeit der Amerikaner gesunken, und zwar von 13,2 Prozent in 2007 auf 11,9 Prozent in 2008, der niedrigste Stand seit Aufzeichnungsbeginn des Zensusbüros 1948. Und auch die Vergnügungsfähigkeit scheint einzuknicken. So meldete Universal Orlando für die ersten drei Monate des Jahres 2009 einen Besucherrückgang von fast 20 Prozent, schreibt der Orlando Sentinel. Das bedeutet kürzere Wartezeiten an den Rides der großen Themenparks und größere Auswahl an günstigen Eigenheimen...!





