01. 01. 2007
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Auswandern & Visa

Die Fernweh Familie

Moderne Nomaden der globalen Wirtschaft? Fragen Sie mal Familie Pagenkopf aus Orlando. Ein professionelles Power-Couple mit zwei Kindern, das seine Karriere im »Sunshine State« landen ließ. Vorläufig jedenfalls.

Autor: Dirk Rheker

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Florida aus Sehnsucht? Weil man immer davon geträumt hat, unter Palmen zu leben? Ehrlich gesagt nicht. Eher zufällig. Wie das so geht im Leben, wenn man beruflich hoch qualifiziert ist und sich überall auf der Welt neue Chancen auftun. Und man ohnehin zu einer gewissen Wanderlust neigt. Dann landet man halt in Orlando. Bis auf weiteres jedenfalls. So wie Familie Pagenkopf.

Uwe Pagenkopf ist promovierter Ingenieur, arbeitet bei Siemens an der Entwicklung von Gasturbinen. Dr. Daniele Pagenkopf hat Psychologie und Betriebswirtschaft studiert, war viele Jahre bei Henkel im Marketing tätig. Ein paar Jahre lebt man in der Schweiz, ein paar Jahre in Richmond/Virginia, wo Daniele einen Lehrauftrag an der Virginia Commonwealth University wahrnimmt und Uwe für ABB arbeitet. Vor vier Jahren dann folgt er einer neuen beruflichen Herausforderung bei Siemens in Orlando. »Wir kannten Florida ja schon von vielen Reisen«, sagt Daniele. Mit dem Wohnmobil sei man mit den Kindern Kim und Till mal durch den »Sunshine State« gefahren, von Tallahassee bis Key West und wieder zurück. Erneuter Umzug? Kein Problem! »Mein Mann liebt den Wechsel – und die Kinder waren ganz begeistert, einen Pool am Haus zu haben.«

Daniele lehrt zunächst Marketing an der University of Central Florida. »Doch der akademische Elfenbeinturm war mir am Ende zu wenig.« Sie gründet die Consulting-Firma MarketingSPC, berät seither aufstrebende Unternehmen in der Region. Rundum glücklich? »Florida und wir haben uns zunächst aneinander gewöhnen müssen», sagt Daniele Pagenkopf und lächelt. »Aber inzwischen ist’s prima.« Vor allem die herrliche Natur genieße die Familie am Wochenende, »mehr noch als die Themenparks hier in Orlando«. Heimweh nach Deutschland kommt selten auf – Uwe ist ohnehin beruflich oft dort, die Kinder verbringen ihre Sommerferien meist bei den Großeltern in Rheinberg und Weiterstadt. Eine internationale Familie eben.

 
  
01. 01. 2007
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