01. 10. 2016
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Leben & Arbeiten

Gründerzeit: Start it up! Das Florida Sun Unternehmer-Special

Für gut vorbereitete Entrepreneure und Gründer aus Europa ist Florida ein guter Standort. Der Sunshine State empfängt pfiffige Unternehmer und innovative Ideen mit offenen Armen. Doch weil erfahrungs- gemäß nur gute Startbedingungen nachhaltigen Unternehmenserfolg versprechen, will der Sprung über den großen Teich richtig geplant sein. So wie bei den Döner-Kebab-Unternehmern Oliver Yasin Freuen und Aaron Hyatt, den Prosecco- und Luxusgüterimporteuren Regina und Claus Blohm sowie dem Computerfachmann Robert Soika. Ein Besuch bei einigen von denen, die es geschafft haben.

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WIR HATTEN HIER WAHRLICH SCHON SCHLECHTERE ZEITEN, keine Frage! Florida zeigt sich von der Krise des vergangenen Jahrzehnts bestens erholt und ist nun wieder einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsräume der USA. Laut einer aktuellen Analyse der Großbank Wells Fargo befinden sich alle größeren Regionen Floridas derzeit im Aufschwung.

Natürlich bleibt der Tourismus ein Highlight des Wirtschaftslebens im Sunshine State. Die Zahl der Urlauber lag 2015 bei über 100 Millionen. Viele Hotels, Restaurants und Geschäfte sind direkt vom Tourismus abhängig. Verantwortlich für das kräftige Wirtschaftswachstum in Florida sind daneben aber auch die Bereiche Handel, Finanzservice, Gesundheit, Logistik und Luftfahrt.

Der Boom bietet natürlich auch deutschen Unternehmern aus unterschiedlichen Bereichen große Chancen, auf dem hiesigen Markt erfolgreich zu reüssieren. Viele kommen nach Florida mit einer soliden Ausbildung, einem vernünftigen Geschäftsplan und dem festen Willen, sich durch die oft schwierige Anfangsphase einer Unternehmensgründung zu kämpfen. Unter diesen Voraussetzungen stehen ihre Chancen nicht schlecht, sich auch durchzusetzen. Florida bietet Unternehmen mit seinen diversifizierten Märkten, dem hohen Arbeitskräftepotenzial und einer grundsätzlich unternehmerfreundlichen Politik gute Bedingungen für ein erfolgreiches Arbeiten. Dazu kommen die niedrige Körperschaftsteuer und die Tatsache, dass hier keine bundesstaatliche Einkommensteuer erhoben wird.

Natürlich ist eine Unternehmerkarriere gerade für Ausländer mit Tücken verbunden. Neben der grundsätzlichen Frage, wie man eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung erhält, gilt es für Newcomer, vor allem sprachliche Hürden zu überwinden und sich an die hiesige Geschäftsmentalität anzupassen. Zahlreiche Erfolgsstorys von Entrepreneuren aus deutschsprachigen Ländern beweisen aber, dass das durchaus und auch dauerhaft möglich ist.

Hilfestellung können dabei oft der Bundesstaat Florida und die Kommunen geben, etwa bei der Immobiliensuche, der Herstellung von Kontakten zu Unternehmen vor Ort oder auch durch direkte Subventionen. Organisationen wie Enterprise Florida, unabhängige Wirtschaftsorganisationen wie die German American Business Chamber in Miami und Südwestflorida, aber auch eine ganze Reihe professioneller Consultants stehen mit Rat und Tat zur Seite. Und in vielen Gemeinden können sich Neuankömmlinge auf das informelle Netzwerk von Landsleuten stützen, wenn es einmal hart auf hart kommt.

Die relative Leichtigkeit, mit der man eine Firma gründen kann, und die hiesige Begeisterung für Risikofreude stellen einen attraktiven Mix für Existenzgründer dar. Doch wieso gerade Florida? Da geben viele Unternehmer fast wortgleich eine Antwort: »Weil es uns hier im Urlaub gefallen hat.« Viele Gründer haben ihre ersten Erfahrungen mit Florida als Touristen gemacht – und sich dann überlegt, ob man hier nicht auch Geschäfte betreiben kann.

Im Folgenden stellen wir Ihnen drei Beispiele erfolgreicher Newcomer vor, die auf jeweils ganz eigene Art ihren Unternehmertraum in Florida wahr gemacht haben. Sie können als Inspiration für all jene dienen, die derzeit noch über eine Karriere als Firmenchef oder -chefin im Sunshine State nachdenken. Also: Start it up!

 
  
01. 10. 2016
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