Sie haben sich frisch verliebt und sind lieber daheim geblieben? Dann und wann befällt Sie aber immer noch die Sehnsucht nach Studentenpartys unter Floridas heißer Sonne? Kein Problem - in USA waren Träume schon immer stärker als Midlife-Krisen.
Es ist hier durchaus normal, in der Mitte seines Lebens (oder danach!) die Hörsäle zu entern und sich den renommierten MBA zu sichern. Insbesondere in Zeiten schrumpfender Wirtschaft erfreut sich der "Master of Business Administration" größter Beliebtheit, so der Miami Herald.
Im letzten Jahr tauschten rekordverdächtige 246.957 MBA-Anwärter ihre Aktentasche gegen eine Studentenkladde und absolvierten den GMAT-Test, die notwendige Eintrittskarte zum ersehnten Business-Studiengang. Und die Neu-Anmeldungen für dieses Jahr scheinen noch höher zu werden, rechnet man die bisherigen Registrierungen hoch.
Smart & hype - denn in undurchsichtigen Zeiten ist es gut, sich weiter zu qualifizieren, das bestätigt auch Bob Ludwig, Kommunikations-Direktor des Graduate Management Councel, wo der GMAT organisiert wird. Auf GMAT folgt MBA - entsprechend verzeichneten 77 Prozent aller Vollzeit-MBA-Programme in USA, darunter die der Barry University (Südflorida), Florida Atlantic University, Florida International University (FIU) und der University of Miami (UM), signifikant gestiegene Studentenziffern.
Und schon gibt es Gerangel um die vorderen Klappstühle im Hörsaal: Die UM-Direktoren kündigten an, ihre Zugangsvoraussetzungen zu verschärfen. Dafür haben sowohl UM als auch FIU jüngst zusätzliches Personal eingestellt, um sich auf die Mehrheit ihrer Absolventen zu konzentrieren: Studierende aus dem Ausland! Zur Wahl stehen ein- oder zweijährige MBA-Programme. Wer auf Strand und Fun weitestgehend verzichten kann und es richtig wissen möchte, belegt das neue MD-MBA-Programm (Doktortitel!).
Übrigens: Beliebteste Fachgebiete der UM sind neben Medizin "Real Estate" und "Law".





