19. 07. 2012
Artikel bewerten
  
Leben & Arbeiten

Orlando trumpft mit Kleinunternehmen in Immigranten-Hand

"Einmal Pork Chops mit Reis und Bohnen, bitte!" Damit fing vor 17 Jahren das Business für Mata aus Venezuela an. An vier Tischen in ihrem Restaurant in Orlando bedient sie auch heute noch all ihre Gäste persönlich. Und sie ist keine Ausnahme: Eine neue Studie hat jetzt ergeben, dass sich eine Vielzahl an Zuwanderern in der Region Orlando mit einem Kleingewerbe (1 bis 99 Mitarbeiter) selbständig macht.

Autor: Tanja Weithöner

Left3-disabled Bild 1 von 1 Right3-enabled

Bereits 2010 waren Immigranten für 23 Prozent der so genannten "small business ownerships" in der Metroregion Orlando (dazu zählen Orange, Lake, Osceola und Seminole County) verantwortlich. Das sind 10 Prozent mehr als noch 1990, schreibt der Orlando Sentinel gemäß der "US Fiscal Policy Institute's Immigration Research Initiative".

Im Juni 2012 war knapp jedes fünfte US-Kleinunternehmen in Immigranten-Hand. Zu deren beliebtesten Firmenzweigen zählen die Bauwirtschaft, das Dienstleistungsgeschäft sowie die Freizeitindustrie. So befinden sich dort 59 Prozent der Restaurants und die Hälfte der Transportunternehmen und Warenhäuser im Besitz von Einwanderern.

Die meisten von ihnen stammen, wie Mata, aus Venezuela oder Kolumbien sowie aus Kuba, Indien, Mexiko und Kanada, wie das "Fiscal Policy Institute" weiter berichtet. Aber auch Brasilianer, Vietnamesen, Briten, Italiener, Dominikaner, Pakistani und Guyaner eröffnen hier eifrig. Und wir? Sie? Die bayrische Bäckerei? Der ostwestfälische Metzger? Ebenfalls vertreten.

Ein möglicher Grund: Die Stadt Orlando bietet Neugründern ein "Minority Business Enterprise Program", das besonders kleinere Unternehmen unter City-Vertrag nimmt, um ihr Bestehen zu fördern.

 
  
19. 07. 2012
Artikel bewerten