15. 06. 2009
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Auswandern & Visa

Tipps für die Praktikumssuche in den USA

Immer mehr Auszubildende und Studenten zieht es zu einem Auslandsaufenthalt in die USA. Eine der beliebtesten Optionen ist dabei, wertvolle Arbeitserfahrung während eines Praktikums zu sammeln. Wer ein Praktikum in den USA absolvieren möchte, sollte vorher ein paar wichtige Hinweise beachten. Speziell bei der Praktikumssuche gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Mit Engagement und Eigeninitiative kommt man aber schnell zum Erfolg.

Autor: Sarah Czuratis

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Praktikumsplätze

Die erste Option für die Organisation eines Praktikums in den USA ist, sich direkt auf Stellenausschreibungen zu bewerben. Diese kann man beispielsweise auf den Seiten der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York oder auf der Seite der Deutschen Arbeitsagentur finden. Oft helfen Arbeitgeber, die ein Praktikum inserieren, auch aktiv bei der Organisation des Visums.

Große deutsche Firmen, die regelmäßig Praktika an ihren US-Standorten anbieten, sind z.B. die Lufthansa, die Daimler AG oder die Robert Bosch GmbH. Ausschreibungen dieser Großunternehmen findet man meist direkt auf deren offiziellen Homepages. Häufig stehen sogar Praktikantenstellen für die unterschiedlichsten Studien- bzw. Ausbildungsbereiche zur Auswahl.

Initiativbewerbung

Des weiteren besteht die Möglichkeit, sich initiativ um einen Praktikumsplatz zu bemühen. Hierzu schreibt man am Besten so viele (relevante) Unternehmen in den USA wie möglich an, umso größer sind dann die Erfolgschancen. Wird nicht auf Emails reagiert, was speziell bei US-Unternehmen keine Seltenheit ist, sollte man noch einmal telefonisch nachhaken. Die amerikanischen Arbeitgeber möchten gerne sehen, dass der Bewerber auch ein wirkliches Interesse mitbringt.

Einen Praktikumsplatz bei einem deutschen Unternehmen zu bekommen, ist für deutsche Staatsbürger oft einfacher. Zudem stehen dort die Chancen höher, ein bezahltes Praktikum zu ergattern. In den USA sind Praktika in der Regel unbezahlt. Eine Liste deutscher Unternehmen mit Standorten in den USA erhält man bei der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer.

Vermittlungsagenturen

Hat der Bewerber ein Angebot für einen Praktikumsplatz erhalten, muss er sich eine so genannte Vermittlungsagentur suchen, die den Bewerber bei der Visumsbeschaffung unterstützt. Da die Dokumente für die Visumsbeantragung von wenigen offiziellen Stellen in den USA ausgestellt werden, ist eine Zusammenarbeit mit einer deutsch-amerikanischen Agentur nahezu unerlässlich.

Die Kosten dieser Agenturen variieren dabei je nach Angebot. Die InWEnt-Agentur zum Beispiel ist eine Organisation der deutschen Bundesregierung für internationale Weiterbildung, über die man auch ein Stipendium und einen Reisekostenzuschuss erhalten kann. Der private Anbieter TravelWorks kann – falls gewünscht – gleich eine Unterkunft vor Ort und einen Flug mitbuchen. Weitere Agenturen sind die DAJV, die Praktika in amerikanischen Rechtsanwaltskanzleien an deutsche Jurastudenten und Referendare vermittelt, sowie AYUSA, die zusätzlich zum Visumsservice auch noch die Vermittlung von Praktika im Hotel- und Gastronomiegewerbe anbietet.

Einige Sprachreise-Anbieter offerieren auch Sprachkurse in Kombination mit einem Praktikum. Das Praktikum dauert dabei in der Regel nur wenige Wochen und findet nach dem eigentlichen Sprachkurs, oft ein Business-Englischkurs, statt. Ein Anbieter, der eine solche Reise organisiert, ist zum Beispiel Carpe Sprachreisen.

Tipps zum Visum

Generell ist es einfacher, das so genannte J1-Visum für die USA ausgestellt zu bekommen, wenn man als Student an einer deutschen Hochschule immatrikuliert ist. Viele deutsche Untenehmen setzen dies für die Bewerbung um einen Praktikumsplatz bereits voraus. Da die Organisation des Auslandspraktikums etwa ein Jahr in Anspruch nimmt, sollten sich Studenten frühzeitig in ihrem Studienverlauf über diese Option Gedanken machen.

Es besteht jedoch auch nach dem Studium die Möglichkeit zu einem Praktikum in Amerika. Absolventen, die ihr Studium vor weniger als 12 Monaten abgeschlossen haben, können auch am "Internship"-Programm teilnehmen. Eine weitere Option ist, als "Trainee" in die USA zu gehen. Unter diese Kategorie fallen so genannte "junge Berufstätige", die entweder ein Studium erfolgreich abgeschlossen oder eine Berufsausbildung absolviert haben und mindestens ein Jahr relevante Berufserfahrung vorweisen können. Diejenigen, die mindestens fünf Jahre qualifizierte Berufserfahrung haben, können sich auch ohne Studium oder Ausbildung für das "Trainee"-Programm bewerben.    

Ist die Organisation des Praktikums erfolgreich abgeschlossen, steht einem interessanten Aufenthalt voller wertvoller Erfahrungen in der amerikanischen Arbeitswelt und unvergesslicher persönlicher Erlebnisse nichts mehr im Wege.

 
  
15. 06. 2009
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