02. 05. 2013
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Praktika, Au-Pair & Studium

University of Florida: Hörsaal? Überflüssig!

Flüssig sind Studenten ja generell eher selten. In Florida genügt es ohnehin, wenn das Meer und die Kaltgetränke es sind. Und da das neue Online-Bachelor-Programm der University of Florida für seinen Start 2014 mit 15 Millionen Dollar bezuschusst wird, braucht sich auch dort niemand Sorgen um die Liquidität machen. Wie, Online-Abschluss? Ganz ohne Hörsaal und Präsenzvorlesung? Korrekt! Die Uni aus Gainesville ist die erste staatliche Institution der USA, die ein ausschließlich virtuelles Studium anbietet.

Autor: Tanja Weithöner

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Soeben hat Gouverneur Rick Scott im Beisein von Lehrern und Lobbyisten einen entsprechenden Gesetzesentwurf unterzeichnet, schreibt die Huffington Post. Im nächsten Jahr werden hier also die ersten Studenten in Richtung College-Diplom durchstarten, ohne auf dem Weg dahin jemals ein floridianisches Universitätsgebäude von innen sehen zu müssen.

Irre, wenn man bedenkt, dass in Florida bisher höchstens die Grundschulausbildung, allerhöchstens aber die Highschool-Erziehung im Web möglich war. Die University of Florida ist nun die erste öffentliche US-Institution, die einen offiziell anerkannten Abschluss allein durch virtuelles Lernen ermöglicht.

Der Clou: Die Online-Kurse kosten nicht einmal 75 Prozent der regulären Unterrichtsgebühr. Das virtuelle Klassenzimmer soll Studierende und Arbeitgeber harmonisieren, ließ Governeur Scott verlauten. Darum will er auch die anderen 28 State-Colleges dazu bringen, vierjährige, auf Arbeitgeberanforderungen zugeschnittene Bachelor-Programme einzuführen. Weniger als 10.000 Dollar an "Campusmaut" soll so ein Programm kosten.

Übrigens: Kalifornien und Texas wollen nachziehen und basteln nach Angaben der  "American Public and Land Grant Universities Association” bereits auf Hochtouren an ihren eigenen Online-Studienprogrammen ...

 
  
02. 05. 2013
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