08. 05. 2018
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Leben & Arbeiten

WalletHub-Ranking: Floridas beste Städte für Geschäftsgründer

In zwei aktuellen Rankings vergleicht die Finanzwebsite WalletHub die Business-Freundlichkeit von US-Städten. Unter den Top 20 der Großstädte ist Florida zweimal, in den Top 10 der Kleinstädte immerhin einmal vertreten.

Autor: Patrick Pohlmann

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Wer sich in den USA mit einer eigenen Firma, einem Restaurant oder Ladengeschäft selbstständig machen will, muss vielerlei Dinge abwägen. Einerseits ist kritisch zu hinterfragen, ob die Geschäftsidee wirklich Chancen auf dem US-amerikanischen Markt hat. Andererseits gilt es genau zu überlegen, an welchem Ort man sein Business betreiben sollte. Auch wenn einem eine Stadt noch so gut gefällt, kann sie sich möglicherweise als nicht optimal für die Art von Geschäft erweisen, mit dem man seinen Lebensunterhalt zu bestreiten plant.

Um eingewanderten ebenso wie eingeborenen Geschäftsgründern einen Überblick über die besten Orte für Unternehmensgründungen zu geben, hat die Finanzwebsite WalletHub in zwei jüngst veröffentlichten Studien 182 Großstädte sowie 1261 Kleinstädte in den gesamten USA miteinander verglichen. Untersucht wurden jeweils 19 beziehungsweise 18 Faktoren, die sich drei Schlüsselaspekten zuordnen lassen. Zur Kategorie "Geschäftsumfeld" zählen beispielsweise die Vielfalt der in einer Stadt ansässigen Geschäfte, die durchschnittliche jährliche Zunahme der Zahl von kleinen Unternehmen, die Zahl der Start-ups pro Einwohner oder die Stundenzahl einer durchschnittlichen Arbeitswoche. "Zugang zu Ressourcen" umfasst Faktoren wie die Verfügbarkeit von Finanzmitteln, das Angebot an Arbeitskräften mit und ohne Universitätsabschluss und das Wachstum der arbeitsfähigen Bevölkerung. Zum Schlüsselaspekt "Geschäftskosten" gehören die örtlichen Quadratmeterpreise für Geschäftsräume, das jährliche Median-Einkommen der Stadt, die Unternehmenssteuern und die Lebenshaltungskosten.

In der Rangliste der 182 Großstädte finden sich die 150 US-Städte mit den meisten Einwohnern sowie mindestens die beiden einwohnerstärksten Städte jedes Bundesstaates. Den ersten Platz belegt hier Oklahoma City, auf den Rängen 2 und 3 folgen das texanische Austin und Sioux Falls in South Dakota. Auf Platz 14 und 15 stehen Miami und Orlando, Platz 22 belegt Port St. Lucie, Platz 26 Tampa, Platz 31 Fort Lauderdale, Platz 35 Cape Coral und Platz 38 St. Petersburg. Weitere floridianische Städte sind Jacksonville auf Rang 48, Hialeah auf Rang 46, Pembroke Pines auf Rang 69 und Tallahassee auf Rang 73. Laut dem Ranking zeichnen sich die im Gesamtranking sehr nah beieinander liegenden Städte Miami und Orlando beide durch ein relativ gutes Geschäftsumfeld aus. Während in Miami aber der Zugang zu Ressourcen besser ist als in Orlando, punktet die Action-Metropole gegenüber der Magic City mit deutlich geringeren Kosten. Port St. Lucie und Tampa liegen in allen drei Schlüsselkategorien am Ende des ersten beziehungsweise am Anfang des zweiten Drittels der untersuchten Städte. Fort Lauderdale dagegen erreicht beim Geschäftsumfeld eine relativ hohe Position, im Hinblick auf Ressourcenzugang und Kosten liegt es aber genau in der Mitte der Rangliste. Cape Coral schneidet mit einem Wert von 21 beim Geschäftsumfeld sogar deutlich besser ab als im Gesamtranking und liegt im Hinblick auf die Kosten immerhin im ersten Drittel. Was den Zugang zu Ressourcen angeht, befindet sich die Wasserwunderstadt jedoch am Ende des letzten Drittels der Rangliste. St. Petersburg steht in puncto Geschäftsumfeld und Kosten am Ende des ersten Drittels, bei der Verfügbarkeit von Ressourcen dagegen am Ende des zweiten Drittels des Rankings.

Für die Rangliste der Kleinstädte wurden 1261 Städte untersucht, die zwischen 25.000 und 100.000 Einwohner besitzen. Platz 1 belegt hier Holland in Michigan, Platz 2 St. George in Utah und Platz 3 Aberdeen in South Dakota. Auf dem 10. Rang findet sich Fort Myers, das in allen drei Kategorien immerhin noch zu den besten 10 beziehungsweise 11 Prozent der untersuchten Städte gehört. Platz 24 belegt Dania Beach, das sich durch einen sehr hohen 19. Rang beim Geschäftsumfeld auszeichnet, bei den anderen beiden Schlüsselaspekten aber nur am Anfang beziehungsweise in der Mitte des zweiten Drittels der untersuchten Städte liegt. Auf dem 28. Platz steht Boca Raton mit einem guten 40. Rang beim Geschäftsumfeld und einem außerordentlich guten 12. Rang im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Ressourcen, während es bei den Kosten weit am Ende des zweiten Drittels liegt. Deerfield Beach, das im Gesamtranking Platz 45 einnimmt, belegt in der Kategorie Geschäftsumfeld sogar Rang 9, findet sich bei den Kosten aber nur in der Mitte des ersten Drittels und bei den Ressourcen fast am Ende des Rankings. Weitere Städte in Florida, die es unter die ersten 200 Plätze geschafft haben, sind Riviera Beach (61), North Lauderdale (89), Doral ( 92), Boynton Beach (98), Greenacres (107), Hallandale Beach (121), Margate (131), Oakland Park (134), Coconut Creek (145), Jupiter (146), Altamonte Springs (149), Winter Park (157), Largo (163), Sunrise (165), Fort Pierce (170), Winter Garden (180), Palm Beach Gardens (183), North Fort Myers (184), Daytona Beach (185), Lakeland (188), Bradenton (194), Royal Palm Beach (197), Sarasota (198) und Sanford (199).

 
  
08. 05. 2018
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