Zum ersten Mal seit Juli 2006 konnten die Banken den Immobilienbesitzern weniger Häuser nehmen, nämlich 4% unter dem Oktoberwert 2008, so die Palm Beach Post. Damit folgt Florida dem jung(er)freulichen US-Abwärtstrend: Zwar waren im Oktober diesen Jahres insgesamt 332.292, und damit noch 19% mehr Eigenheime als im Oktober 2008 zwingend als Bankeigentum gelistet, aber doch 3% weniger als im September 2009. Damit sinkt der diesjährige US-weite Zwangsvollstreckungsspiegel für drei Monate in Folge.
Aber, Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist denn nun der Vollstreckungskleinste im ganzen Ami-Land? Florida jedenfalls nicht, vielmehr spielt es nach wie vor den ungeküssten Froschkönig im zerbrechlichen US-Immobilienmärchen 2009. Nur in Nevada und Kalifornien herrschen noch höhere Zwangsversteigerungsraten. Und in den einzelnen Florida-Counties halten uns die Zahlen sowieso zum Hofnarren.
In Palm Beach County stiegen laut RealtyTrac Angaben die Zwangsvollstreckungen von Oktober 2008 bis Oktober 2009 um 55% auf 3.350, wobei im September der Anstieg im Jahresverlauf lediglich 12% betrug, was wiederum eine 24%-Minderung im Vergleich zum Juli 2009 bedeutet.
Martin County's Zwangsvollstreckungen sanken im Jahresverlauf um 3%, aber demonstrierten einen imposanten 16%-Lupfer von September. Dazu verhielt sich St. Lucie County genau entgegengesetzt. Hier gibt es von Oktober 2008 bis Oktober 2009 einen 9%-Anstieg, wobei die hiesigen Hypotheken-Aufkündigungen seit September 2009 um 36% fielen.
Und wenn Sie nicht gesunken sind, dann beleben sie (die Zwangsvollstreckungen!) Floridas Immobilienmarkt noch morgen…!




