Unsinkbar schön wie Atlantis, mit edlen Behausungen aus funkelndem Glas und Edelstahl oder in vornehm zurückhaltendem Muschelweiß, so verklärt sehen wir Miami. Alles nur auf faszinierende Illusionen gebaut? Immerhin meldete der Miami Herald jüngst, dass zum Ende des dritten Quartals 2009 fast die Hälfte aller Einfamilienhäuser in der metropolitischen Region Miami-Fort Lauderdale "unter Wasser" stehen. Soll heißen: die Häuser hier sind nunmehr weniger wert, als die Hypotheken, die auf ihnen lasten.
Genau genommen zählen wir bis Ende September 387.157 oder 46% solcher Domizile mit negativen Marktwerten. Im zweiten Quartal waren es nach Erhebungen des Online-Immobilienservices "Zillow.com" noch 47%. Ein kleiner Luft-Schnapp nach oben also, der dem nationalen Trendlupf folgt: US-weit steckten bis 30. September 2009 noch 21% bis zum Hals im Wasser, 2% weniger als im zweiten Quartal. Nichtsdestotrotz beziffert Immobilienmarktforscher First American CoreLogic im September noch fast 10,7 Millionen U.S. Grundschulden "unter Wasser", so CNN money.
Aber zurück zu Miami/Fort Lauderdale: Der durchschnittliche Preis eines Einfamilienhauses nach "Zillow" beträgt derzeit 168.400 US Dollar, 17,1% unter dem Vorjahreswert sowie 2,1 Prozentpunkte weniger im Vergleich zum zweiten Quartal 2009. Damit wurde zum September 2009 für acht Monate in Folge ein Über-die-Jahre Preisverfall erreicht.
Bezahlbare Immobilienträume sind also gesichert!




