Und Windermere blickt zwar auf eine spannende Geschichte seit 1889 zurück, ist aber eben auch nicht ein Vorort von "La Ville Lumière" (Stadt der Lichter), sondern von Mickeys Boomtown. Apropos Lichter: Eine gigantische Glaskuppel flutet die (noch) leere Eingangshalle des "FL-Versailles" fast surreal schön mit zentralfloridianischen Sonnenstrahlen und eine im Boden des 600-qm-Hauptschlafzimmers (13 gibt’s insgesamt!) eingelassene Vorrichtung sollte ein Bett unter einer zweiten Glaskuppel im Mondschein rotieren lassen.
Daran hätte auch der Sonnenkönig sein Pläsierchen gehabt ... Aber wer wird nun den nackten Böden, Wänden und Luxusgadgets mit geschätzten (mindestens) 25 Millionen Dollar Investitionskosten (und rund 12 bis 18 Monaten Geduld für den Ausbau) echtes Leben einhauchen, wo der Bauherr sein Zepter unwiederbringlich hingeworfen und sich wieder seinen schnuckeligen Feriensiedlungen zugewandt hat?
Erste Interessenten für das mit 23 Badezimmern, 10 Küchen, 3 Pools (einer unfertig, dafür aber mit Olympiamaßen), 2 Tennisplätzen und 20 Auto-Garagen größte Immobilien-Objekt der Begierde der USA kommen aus Russland oder dem Mittleren Osten, schreibt die Süddeutsche.
Ach ja, hätten wir fast vergessen: Für die fixe Kaufsumme von "nur" 75 Millionen Dollar gibt’s (und das hatte das französische "Original" nicht) außerdem eine Bowlingbahn, Spielhölle, Fitnesscenter, Baseballfeld, Rollschuhbahn sowie ein Kino.
Und vielleicht meldet sich ja als nächster Kaufanwärter Bunny-Daddy Hugh Hefner, denn neben einem Bootshaus inmitten von Ziergärten versteckt liegt eine lauschige Grotte mit prickelndem Wasserfall ... Prickelwasser? Das kommt natürlich aus dem zweistöckigen Weinkeller.




