"Da guckst Du", gell?! Und wir blinzeln schnell rüber nach Florida, dem drittgrößten Foreclosure-Staat der USA. Und hey, selbst dort berichten viele Counties von weniger Zwangsenteignungen im April 2010 im Vergleich zu den Vormonaten.
In Broward gingen die Foreclosures von April 2009 bis April 2010 um knapp 31 Prozent zurück. Nichtsdestotrotz stellt das County mit insgesamt 7.134 hypothekensäumigen Immobilienobjekten (1 aus 113) immer noch Floridas dritthöchste Foreclosure-Quote, so RealtyTrac Inc. im Sun Sentinel.
Währenddessen meldet Palm Beach County für letzten April nur 3.037 "Neu-Hypo-Abschuss-Listungen" – deutlich weniger als im Vormonat, aber doch 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur die lachende Sonne ist Zeuge, wenn sich Südwestfloridas Zwangsbeibringungsraten fröhlich entblättern: Sarasota County zeigt mit nur 927 "April Filings" einen knackigen 31-Prozent-Rückgang seit März 2010 und eine mit 28 Prozent kaum minder beeindruckende Abnahme seit April 2009.
Günstige "Abschlagszahlen", die Charlotte County sogar noch toppen kann: mit nur 561 "Neu-Aktenkundigen" im April 2010 (42 Prozent unter dem Vormonatswert und 26 Prozent unter den Vorjahresziffern), schreibt die Herald Tribune.
Lediglich Manatee County zeigt sich relativ unbeeindruckt von allen Rückgangstendenzen bei Immo-Rechtsausschließungen. So wurden hier im März 1.066, im April 1.038 Foreclosures gemessen – kaum eine Veränderung im Vergleich zu den 1.058 Fällen vom April 2009.
Grund genug, einmal genauer hinzuschauen: Dann fällt nämlich auf, dass in Südwestflorida zwar drei Counties zusammen für eine 34-Prozent-Minderung von März auf April 2010 sowie für ein 58-Prozent-Minus von April 2009 auf April 2010 sorgten, aber die "Foreclosures im Spätstadium" (d. h. die Banken-Inbesitznahme) hier im April 2010 mit 790 Vorgängen dreimal so hoch waren wie im April 2009 und 27 Prozent höher als im März 2010 ...
... und dass vermehrt Luxusanwesen sowie gewerblicher Immobilienbesitz enteignet werden.




