02. 01. 2015
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Immobilien & Investments

Erfahrungsbericht: Unser Weg zum Ferienhaus

Im Jahre 2010 besuchte Silke Kemnitz-Brenjo mit ihrer Familie das erste Mal Florida – und war sofort fasziniert von der Weite, den breiten Straßen mit ihren Pickup-Trucks, den Stränden und dem entspannten Lifestyle. Später reifte dann die Entscheidung heran, ein Ferienhaus im Sunshine State zu bauen. Ein Traum, der schon bald Wirklichkeit wurde.

Autor: Silke Kemnitz-Brenjo

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Als wir 2012 über Weihnachten in Florida waren, lagen wir eines sonnigen Nachmittags am Pool und träumten davon, wie toll es sein müsste, eine eigene Villa mit hohen Decken, großen Räumen und offener Küche in Florida zu besitzen. Am besten noch mit großem Pool und Anleger fürs Boot hinterm Haus.

Gesagt, getan: In den Osterferien des nächsten Jahres flogen wir wieder nach Cape Coral und trafen einen netten Makler, der uns von einer Freundin empfohlen worden war und uns eine Vielzahl an Häusern zeigte. Leider wurde schnell klar, dass unsere Traumvilla nicht darunter war.

Also Alternativen überlegen: ein Grundstück, auf dem wir unser Ferienhaus nach unseren Wünschen errichten würden! Südlage sollte es sein. Am breiten Süßwasserkanal. Zum Glück sprach unser Makler perfekt deutsch, was die Suche erheblich erleichterte – mit unserem Schulenglisch allein wären wir wohl nicht weit gekommen. Unser Makler vereinbarte einen Termin mit einem Bauträger, um ein Musterhaus anzuschauen. Wir waren fasziniert – und kamen unserem Traum schon ein erhebliches Stück näher. Vor allem, weil der Bauträger erklärte, dass Änderungen kein Problem seien. Doch da wusste er noch nicht, wie wir Säulen vor der Tür und jede Menge Rundbögen lieben würden ...

Schon während unseres Urlaubs fanden wir ein schönes Südgrundstück mit Kanalanschluss. Und während unsere Kids morgens noch schliefen, standen für meinen Mann und mich Termine mit Makler, Bauträger und der Bank auf dem Programm. Subunternehmer mussten beauftragt werden, um Bäume am Ufer unseres Grundstücks zu fällen und »Seawall« und »Boat Dock« zu bauen.

Ob Küche, Granitoberflächen, Bad, Waschbeckenform, Fliesen, Armaturen, Dachziegel, Pflastersteine, Natursteinböden, »Pool Cage«, Ventilatoren, Lampen – Entscheidungen und immer wieder Entscheidungen standen an. Ruckzuck war der Urlaub um, auf dem Rückflug saß ich dann mit Bauchschmerzen im Flieger und grübelte, ob wir alles richtig gemacht hatten. Das Strahlen im Gesicht meines Mannes gab mir die Antwort: Ja!

In den folgenden Monaten standen wir per Mail und Internet von Deutschland aus im ständigen Austausch mit unserem Makler, dem Bauträger und dem Bauleiter. Ständig wurden wir über den aktuellen Baustand informiert. In den Herbstferien saßen wir wieder im Flieger Richtung Florida – und betraten am nächsten Tag zum ersten Mal den Rohbau unserer Traumvilla. Ein unbeschreiblich schöner und aufregender Moment! Ich hatte Gänsehaut bis herunter zu den Füßen, als ich im großen »Living Room« mit seinen vier Meter hohen Decken stand. Und erst jetzt wurde mir so richtig bewusst: Wir bauten tatsächlich in Florida unsere eigene Villa!

Wenig später ein erneuter Einkaufs-Marathon: Ein ganzes Haus musste schließlich ausgestattet werden, vom Löffel über Handtücher, Bügeleisen, Möbel fürs gesamte Haus und den Poolbereich, Bettwäsche bis hin zu Kaffeemaschine und Dekorationsstücken. Eine echte Herausforderung, oft anstrengend – aber wir haben auch viel gelacht. Vor allem, wenn uns unsere begrenzten Englischkenntnisse mal wieder ins Schwitzen brachten. Über Sätze wie »Put the Fliese on the Boden« schmunzelt unsere Familie noch heute. Klasse auch, als ich den Möbelhausmanager freundlich nach einem »One Night Stand« fragte – und eigentlich nur nach einem Nachtschränkchen suchte. Und nicht etwa eine Nacht mit ihm verbringen wollte ...

Ein halbes Jahr später war es dann tatsächlich soweit: Osterferien 2014, auf dem Weg zu unserem ersten Aufenthalt in unserer Traumvilla in Florida! Natürlich waren wir alle super aufgeregt, voller Vorfreude und total gespannt, wie sich die ganzen Möbel, die wir ausgesucht hatten, in der Villa machen würden. Meine Güte, so nervös war ich das letzte Mal, als ich mir als Kind eine Stereoanlage gewünscht hatte – und am Ende nur einen Walkman bekam. Aber diesmal würde mein Traum in Erfüllung gehen, da war ich mir ziemlich sicher.

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