Immobilien & Investments
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Erste Anzeichen: Lebt US-Immobilienmarkt wieder auf?

Kurz hergehört! Es gibt neue Zahlen zur Immobilienlage der US-Nation von Finanzrating-Gigant Standard & Poor's: Dessen in allen Immobilien-Kapitalfragen meist konsultierter "Case-Shiller 20-City Housing Price Index" von Mai 2009 (erfasst nur große Stadtgebiete!) sendet uns erste Börsezeichen der Regeneration am US-Immobilienmarkt.

Autor: Tanja Weithöner

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Zwar beziffert der Index für die Periode von Mai 2008 bis Mai 2009 einen US-weiten Rückgang der Hauspreise von 17,1% (ist doch schon fast "plan"!), aber dafür hat sich die Preistalfahrt für vier Monate in Folge verlangsamt, schreibt die New York Times. Außerdem zeigte der Preisindex im Monatsvergleich von April zu Mai 2009 eine ½-prozentige Steigerung. Die erste ihrer Art seit 34 Monaten. Zu schade, dass sie sich relativierte, sobald die übliche Bereinigung um saisonale Faktoren erfolgte. Was bleibt also?

Die Hälfte der im Index erfassten Städte sitzt im Hauspreisfahrstuhl abwärts. Ganz oben (oder sollten wir sagen "unten"?!) mit dabei: Beach Schönheit Miami (Rang 4, Hauspreis-Minus von 25%) und Business-Perle Tampa (Ranking Position 7, Eigenheim-Preisschwund von -21%). Beide können sich jedoch klammheimlich hinter Las Vegas verstecken, denn die Wüstenmetropole zeigte sich als schlechteste Playerin im Mai 2009-Preis-Spinning: Die Hauspreise dort knickten um weitere 2,6 Prozent ein. Was aber den Ruf der US-gemeinen Immobiliensituation rettet, sind die Zahlen für Neubauten: Diese kletterten von Mai bis Juni 2009 um 11 Prozentpunkte nach oben!

Ob der 260.000 US-Dollar "schwere" Verkaufsdeal eines 5-Schlafzimmer-Domizils mit Seelage in Royal Palm Beach, das 3 Jahre nach seiner Fertigstellung leer stand, bis es jetzt zum halben Wert (im Vergleich zum Boom) an einen Privatmann veräußert wurde, etwas damit zu tun hat? Zumindest ist er beispielhaft für "erwünschte" Immobilien-Transaktionen.

Die Realität, so Wirtschaftsexperten, sieht allerdings anders aus: Das Wiederaufleben des Immobilienmarkts geht weniger auf das Konto von privaten Käufern, als auf die Gewinnrechnung von Großinvestoren, die das günstig erworbene Hausgut erneut in den "Handelskreiskauf" bringen. Von Wirtschaftsanalyst Metrostudy gewonnene Daten belegen dies: Die Zahl der Käufer, die nach Erwerb auch wirklich ins neue Eigenheim einziehen, sank im zweiten Quartal um 2,6%.

 
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