Damit ist Zentralflorida jetzt DIE blanke Spielwiese für alle Hausjäger: War die Region Orlando zur Immobilienblüte 2007 noch weniger erschwinglich als drei Viertel von über 200 großen US-Cities, so hat sich das Blatt zwei Jahre später (fast) ins Gegenteil gewendet. Orlando hängt seit Ende 2009 auf einem mittleren Platz für "Bezahlbarkeit", gemäß aktueller Gemeinschaftsstudien der National Association of Home Builders und Wells Fargo & Co.
Auch aus Kissimmee, Orlandos begehrtem Disney-Vorhof, werden flatternde Verkaufspreise gemeldet. Verlangte man vor zwei Jahren dort etwa 200.000 Dollar für ein Häuschen, so waren's im letzten Jahr nur 121.000 und jüngst gar 94.000 Dollar.
Klar, an Umsatzvolumen mangelt es dabei nicht. Eine renommierte Realty-Agentur berichtet von einem 46-prozentigen Absatzplus auf insgesamt 170 Millionen Dollar verglichen mit dem Vorjahr. So kommt es, dass bis zu 47 Parteien um ein Objekt wettbieten und auch mal mehr als der Listenpreis gezahlt wird.
Bei aller Sommer-Sonne-Immolaune darf man allerdings nicht übersehen, dass die schönen Preise durch Zwangs- und Leerveräußerungen zustande kommen (48 Prozent aller Florida-Hauseigentümer sind mit ihren Hypotheken "unter Wasser"), die verdeckte Zahlungen nach sich ziehen können, beispielsweise für Instandsetzung, bemerkt der University-of-Central-Florida-Finanzprofessor Stan Smith im Orlando Sentinel.
Ob das auch alle Käufer (60 Prozent globale Investoren, 40 Prozent lokale Käufer) durch ihre rosarote Brille sehen?




