So erhielten nach dem gerade neu veröffentlichten Statusbericht von Immo-Marktforscher Realty Trac aus Kalifornien mehr als eine halbe Million Immobilien-Eigentümer in Florida 2009 einen Zwangsbeibringungsvermerk. Damit schossen sich die Sunshiner silvesterraketenartig auf Platz 2 der USA.
In Zahlen waren es 2009 genau 516.711 Wohnsitze oder eins aus 17 Eigenheimen mit offiziell notierter Hypothekenaufkündigung. Mehr davon gab es im vergangenen Jahr nur an der Westküste (Kalifornien) mit 632.573 Neu-Zwangsvollstreckungseinträgen, so die Palm Beach Post. Zum Vergleich: USA-weit hagelte es für 2,8 Millionen Haushalte beziehungsweise für ein Haus aus 45 "Blaue Briefe" von der Hypothekenbank.
Und überhaupt legte Florida 2009 einen 34-Prozent-Anstieg an Zwangsvollstreckungen gegenüber 2008 hin. Das übertrifft sogar noch die landesweite "Bestleistung" von 21% (und beschert Florida Platz 3 hinter Nevada und Arizona). Treasure Coast, Martin und Palm Beach County traf es besonders hart. In Palm Beach County wurden 2009 nämlich 30.870 Zwangsvollstreckungsverfahren (plus 32% von 2008) angestoßen. In Martin County waren es 3.004 (plus 43% von 2008). In Lucie County verzeichnete man 12.626 Zwangsbeibringungen (plus 17% von 2008).
Aber, wie sagt man (oder vielmehr Jack Nickolson im gleichnamigen Film) "Das Beste kommt zum Schluss": Die Realtors Association of the Palm Beaches jubiliert schließlich von steigenden Condoverkäufen (plus 34% im Dezember 2009 im Vergleich zum Dezember 2008) und zunehmendem Hausabsatz (plus 27%)...
…oder doch nicht so gut?




