Der mittlere Preis für eine US-Immobilie, verkauft während des vierten Quartals 2008, rutschte von 205.700 Dollar am Ende des letzten Quartals 2007 auf 180.100 Dollar. Zwangsvollstreckungen und Leerverkäufe überfluten den Markt, sie machen derzeit schon 45 Prozent aller Immobilien Deals aus.
Das Umschlagvolumen wird künstlich hochgepumpt, aber die extrem günstig liquidierten Eigenheime üben enormen Druck nach unten auf den mittleren Preis aus. Die große Mehrheit der US-Metropolen, 134 aus 153, meldet Preisabstürze verglichen mit dem letzten Quartal in 2007. Cape Coral-Ft. Myers hat nach Realty Trac. Angaben die dritthöchste metropole Zwangsvollstreckungsrate in den USA. Die Hauspreise dort purzelten 2008 um 50,8 Prozent von 225.300 Dollar auf 110.900 Dollar. Etwa ein Viertel aller Kategorie A Geschäftsräume in und um Fort Myers stehen leer, so Florida Trend, fast so viele wie Palmen am Strand.
NAR President Charles McMillan Buyers sieht im Preisdomino abwärts auch eine Chance, dann nämlich, wenn finanzkräftige Käufer den niedrigen Preisstandard für sich nutzen und überschüssiges Immobilienkapital absorbieren. Die Frage ist nur, ob die cleveren Immobilienhaie nicht noch abwarten, bis die Köder ganz unten am Boden sind, bevor sie zuschnappen. Und wer weiß schon exakt, wann dieser Tiefpunkt erreicht ist? Mark Vitner, Senior Economist der Wachovia Corp. in Charlotte, N.C., wagt eine Prognose: Er sieht die Talsohle in Florida irgendwann zwischen Mitte und Ende 2010. Die Kettenreaktion unterhält sich selbst und uns immer weiter.




