Wenn man auf "Hyper-Schnäppchen-Preise" stößt, geht's meistens um verschleierte "Short Sales". Das heißt, so der Presseanzeiger, dass bankrotte Häusle-Verkäufer und ihre smarten Agenten uns mit Discounterpreisen weit unter dem realen Verkehrswert (ohnehin schon 40% geringer als 2006!) zum schnellen (Vor-)Vertragsabschluss locken wollen, um die "erlösende" Short Sales-Maschinerie fix in Gang zu bringen.
Was wir nicht wissen: Nur etwa 20% bis 30% der angepriesenen und vorunterzeichneten Short Sales werden real. Denn die lokalen Banken lehnen einen Kaufpreis, der zu weit unter dem vertragsnotwendigen, neutral ausgefertigten US-Wertgutachten (CMA=Comparative Market Analysis) liegt, auf dem Fuße ab! Sie gehen maximal ein paar Prozentpunkte unter den aktuellen Verkehrswert.
Im konkreten Fall würde ein potentieller Käufer also die Differenz zwischen Discountpreis und Verkehrswert verlieren und müsste den Betrag entsprechend abschreiben (Preisvorteil futsch!). Die Short Sale Bearbeitungszeit kann zudem sehr lange dauern. Manchmal gar zu lange, da kommt ein flotter Bar-Käufer dazwischen und schnappt den Immo-Happen einfach vor der Nase weg (daher auch das Motto "short sale is no sale").
Deutlich niedlicher & friedlicher wird's für uns bei den "Foreclosures", den "echten" Zwangsversteigerungsobjekten aus Bankeigentum. Zwar kann der Ist-Zustand der Immobilie, insbesondere im Innern, zu wünschen übrig lassen, denn nicht selten rächt sich der Vorbesitzer mit unkomischem Vandalismus, aber in Zusammenarbeit mit dem Realtor Ihres Vertrauens lässt sich "in null Komma nix" ein kleines Glücksrefugium mit Glasklar-Pool und Barbecue-Terrasse realisieren.
Und noch was: Man munkelt in Immo-Insiderkreisen, das Hauspreissegment von $200.000 bis $300.000 sei am Tiefpunkt angekommen, bei geringerwertigen Anwesen könnte es jedoch noch so die ein oder anderen 10% im Preis runtergehen….und der Dollar soll sich 2010 in Relation zum Euro auf bis zu $1,35 erholen….Sie wissen jetzt schon, was zu tun ist, oder!?



