Professionelle "Immonopoly-Spieler" mit reichlich Cash und starken Nerven gehen für den schnellen Dollar auf "Risiko" bei US Zwangsversteigerungen, so das Wallstreet Journal. In den Sitzungssälen wird in kürzester Zeit über 1-Million-Dollar-Immobilien-Deals entschieden, oft ohne Hintergrundinformationen zum verhandelten Objekt.
Global-Investmentbänker Barclays Capital schätzt das Zwangsversteigerungs-Inventar in Bankenbesitz US-weit gar auf 639.000 (mehr als 10% des voraussichtlichen, landesweiten Immobilienabsatzes für dieses Jahr. Stark konzentriert natürlich in den Staaten mit den höchsten Preisminderungen, wie - allen voran - unser Sunny Florida, Kalifornien, Arizona (nicht umsonst heißt Zwangsversteigerung auch "Sheriff Sale") und Nevada.
Immobilienforscher ForeclosureRadar.com sagt für November 2009 sogar rund 21% und damit um 6% höhere, treuhänderische Verkäufe an Immobilien-Investoren für seinen Firmensitz Kalifornien voraus als 2008. Dem gleichen Trendpfad folgend wie Phoenix und Miami.
Apropos Miami: Dort erhaschte jüngst eine beherzte, lokale Investorengruppe in einer hitzigen Auktion ein Top Condo für 170.000 US Dollar. Zwei Wochen später ging es für $330.000 an einen privaten Käufer, nach der ursprünglichen Kreditbelastung von $466.000 fragte da keiner mehr.
Und übrigens: Ungefähr 7,5 Millionen U.S. Haushalte sind in Verzug mit ihren Hypothekenzahlungen oder befinden sich in Zwangsversteigerungsverfahren. Wenn das kein spannendes "Ereignisfeld" für internationale Investoren ist… Wer ist dran mit Würfeln zum Florida-Grundstückserwerb - Sie?!



