16. 02. 2012
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Immobilien & Investments

Floridas Top-Turnaround-Städte

Der Sunshine State war eines der Zentren des amerikanischen Immobilien–Crashs. Doch wer tief fällt, kann auch wieder hoch steigen. CNN Money und Realtor.com suchten jetzt in einer Studie die amerikanischen Städte mit der höchsten Kehrtwende auf dem Immobilienmarkt. Und tatsächlich: Acht der Top 10 liegen in Florida.

Autor: Tanja Weithöner

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Lediglich Boise in Idaho sowie Phoenix in Arizona schafften es als "Nicht-Sunshine-Stater" auf die begehrte Bestenliste.

Preislich eher im höheren Segment angesiedelt ist unsere Südflorida-Metropole "KSPMM" (Kunst-Star-Party-Mekka-Miami) mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 185.000 Dollar. Internationale Immobilieninvestoren stehen auf die ausgefahrenen Fahrgestelle von Miamis Baukränen und kauften allein im Mai 2011 60 Prozent der gut gebauten Häuser und Eigentumswohnungen und 90 Prozent des Neubaupools auf. Zum dritten Quartal 2011 hüpfte dann das Verkaufsvolumen bestehender Einfamilienanwesen in Miami im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent nach oben, schreibt CNN Money nach Angaben von Realtor.com. Überhaupt sind Miamis Traumobjekte um 30 Prozent schneller vom Markt als im Jahr zuvor.

Mit einem Durchschnittswert von 145.000 Dollar etwas preisgünstiger, aber nicht minder spannend geht's in Orlando zu. Klar, die Stadt mauserte sich durch Mickey zur Boomtown, aber mittlerweile geht Orlando vor allem durch sexy High-Tech-Jobs und Eliteunis auf Immobilien-Investorenfang. Kanadier, Europäer, Südamerikaner – sie alle wollen ein Stück vom Speck. Führte dazu, dass der Bestand an vakanten Objekten im vierten Quartal 2011 um 44 Prozent schrumpfte und sich Immobilien um 37 Prozent schneller umsetzten als im Vorjahr.

Wirklich auf dem Boden geblieben sind Pensionärshochburg Fort Myers und Legoland-Heimathafen Lakeland mit einem Durchschnittsverkaufspreis von 115.000 beziehungsweise 100.000 Dollar. Nachdem rüstige Rentner ihren Altersruhesitz später als geplant antraten, schnellten Fort Myers' Immobilienpreise 2011 im Vergleich zu 2010 um 31 Prozent nach oben. Der Hausbestand verminderte sich über die Jahre um 35 Prozent. Experten erwarten ein weiteres Preisplus in Höhe von 5 Prozent in den kommenden fünf Jahren.

Für Lakeland, wo die Lebenshaltungskosten klein und die Ambitionen so groß sind wie Bauklötze, wurden über die letzten Jahre 35 Prozent weniger Eigenheime zwangsbeigebracht. Gemäß den Analysten von Realtor.com sollen hier in den nächsten fünf Jahren gar zweistellige Zuwachsraten hinsichtlich der Kaufintensität sowie ein 9,6-Prozent-Preisplus realisiert werden. Das wäre dann der größte Sprung aller "Turnaround-Cities".

Nicht das Elite-Cities Naples und Sarasota (bekannt für Golf, Traumstrände und Kultur!) mit historisch hohem Durchschnittspreis in Höhe von 218.000 beziehungsweise 181.000 Dollar bald Konkurrenz kriegen? Kaum, denn Sarasota setzt sich mit einem Verkaufshoch von plus 17 Prozent zu Ende Dezember 2011 und einer Preissteigerung von 2 Prozent ab. Für Naples, ohnehin eins der teuersten Pflaster in Florida, wird bis 2017 eine einprozentige Preissteigerungsrate pro Jahr vorausgesagt.

Und Fort Lauderdale? Komfortabel positioniert bei einem Durchschnittswert von 198.000 Dollar, machte sie es ihrer großen Schwester Miami nach und ließ bereits im November 2011 die Immobilienverkäufe um 44 Prozent nach oben und den Bestand um 42 Prozent nach unten schnellen.

Der hübsche Geheimfavorit Punta Gorda (die mitunter schönsten Vorgärten Floridas!) ist bei 124.000 Dollar immobilienpreislich moderat und könnte das Feld von der goldenen Mitte her aufräumen. Immerhin hat es hier bereits 29 Prozent weniger Bestand als noch ein Jahr zuvor.

 
  
16. 02. 2012
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