Schon ein paar Yards unter der Oberfläche hält unser Ökosystem die Bodentemperatur kontinuierlich auf 72 Grad (Fahrenheit), für wohlige Wärme im Winter und angenehme Kühle im Sommer. "Geothermische Energie" heißt das Zauberwort.
Expertenschätzungen der "Energy Information Administration" zufolge können Floridas Eigenheimbesitzer mit Erdwärme zwischen 25 und 50, und dank der vielen Sonnenstunden bis zu 80 Prozent ihrer Stromkosten einsparen, so die St. Petersburg Times
Solaranlagen sind hip. Erdwärmesysteme sind en vogue! Da will man gerne mitmischen, aber wie geht das? Ganz easy. Einfach den natürlichen Erdakku anzapfen, indem man mit Wasser gefüllte Rohre schlangenartig unter dem Haus verlegt, die in Verbindung mit den Gebäudewasserleitungen kühlen oder erwärmen, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Schön simpel, oder? Und man braucht gar keine fossilen Brennstoffe mehr. Warum hat es dann noch nicht jeder?
Das liebe Geld ist wieder schuld: Ein geothermisches System kostet in der Erstanschaffung zwei- bis dreimal soviel wie eine reguläre Heiz- oder Klimaanlage.
Wir stellen eine fiktive Rechnung auf: Für die Installation eines Geothermie-Systems an einem 2.359 Square-Fuß großen Haus fallen einmalige Ausgaben in Höhe von 23.000 Dollar an. Die monatlichen Betreiber-Rechnungen betragen rund 150 Dollar. An einem 2.000-Square-Fuß Heim mit konventioneller Klimaanlage fallen monatliche Rechnungen zwischen 265 Dollar und 350 Dollar an. Na, wie lange dauert es summa summarum bis sich die Geothermie amortisiert hat? (Lösung: etwa sechs Jahre!)




