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Immobilien in Florida: Das sind mal Hausnummern für uns

Jetzt ist in Florida (und auf unseren PCs natürlich) schon so lange die Rede von extrem attraktiven Leerverkäufen, "Schweinepreisen" aus Zwangsbeibringungen, 50-prozentigem Wertverlust bei Immobilien … Und wir fragen uns allmählich, wie kommen diese Zahlen von Immo-Datenservices wie "Zillow", "Trulia", "The Standard & Poor's Case-Shiller Index", "Florida Realtor's" & Co. oder gar von der US-Regierung überhaupt zustande? Wie können wir die verschiedenen Statistiken tatsächlich für unseren speziellen Fall interpretieren? Natürlich gibt es keine allgemeingültige Universallösung (wie könnte das auch anders sein), aber ein kleines Einmaleins der Immobilienzahlen für alle Konsumenten bekommen Sie jetzt und hier an die Hauswand, hm, an die Hand ...

Autor: Tanja Weithöner

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Fangen wir an mit der "allerheiligsten" Quelle, der amerikanischen Regierung! Deren "Office of Federal Housing Enterprise Oversight" analysiert Einfamilienhauswerte im Zeitverlauf; allerdings kommen nur Häuser in die Wertung, die mit einer Hypothek von weniger als 417.000 Dollar belastet sind (das ist der Betrag, den Regierungsfinanciers Fannie Mae & Freddie Mac maximal genehmigen).

"Standard & Poor´s", sozusagen Hauptinformationsquelle der Regierungsmitarbeiter, Wirtschaftsbosse und Finanzexperten, erfasst ebenfalls alle Einfamilienhäuser über einen Zeitraum – ohne die Einschränkung hinsichtlich der Darlehensbelastungen. Dafür bleiben hier Neubauten gänzlich außen vor. Das ist aber auch schon der einzige "Zahlendreher", ansonsten wird anhand von Computermodellen haarklein jede Hauskonto(r)bewegung aufgezeichnet (Verkäufe, Mieterwechsel, Modernisierung etc.), so der Miami Herald.

"Florida Realtor´s" setzt auf eine ganz andere "Formel": Man nehme alle beim Multiple Listing Service registrierten Häuser (nicht eingeschlossen: Neubauten direkt vom Bauunternehmer, private Verkäufe) und errechne für einen bestimmten Monat den "mittleren Preis" ("Median", d. h. eine Hälfte der Häuser wird für mehr, die andere Hälfte für weniger veräußert).

Hierbei ist zu beachten, dass besonders "teure" oder extrem "günstige" Objekte den mittleren Preis erheblich in die eine oder andere Richtung beeinflussen können (insbesondere dann wenn die Verkaufsanzahl im Beobachtungsmonat insgesamt eher gering ist).

Auf den Immointeressierten wie "dich und mich" zielen "Zillow" und "Trulia" ab. Jeder auf seine Weise: Während Zillow mit seinem "Zestimate" anhand einer "geheimen" Proprietary-Formel aus öffentlichen Daten den Marktwert eines Hauses vorausbestimmt, den jeder auch ganz einfach am hauseigenen PC für sein Eigenheim nutzen kann, greift "Trulia" wiederum auf den Multiple Listing Service zurück und paart deren Daten mit Zahlen von großen US-Brokern, unabhängigen Immobilienmaklern sowie Zwangsvollstreckungslistungen von RealtyTrac.

Suchen Sie sich einfach das für Sie Passende heraus!

 
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