03. 05. 2016
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Immobilien kaufen & bauen

Keine Rabatte für Cash-Deals: In Südwestflorida zahlen Bar-Käufer mehr

Wer einen Barkauf tätigt, kann in der Regel mit einem Preisnachlass rechnen, so die allgemeine Annahme. Auf den Immobilienmarkt Südwestfloridas trifft diese Faustregel derzeit allerdings nicht zu. Hier zahlen Bar-Käufer derzeit Höchstpreise für Häuser und Wohnungen.

Autor: AL

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Wer eine Immobilie "cash" kauft, ist meist im Vorteil. Hausverkäufer umgehen somit die Wartezeiten und Wertanalysen der Banken, die mit einem Finanzierungsgeschäft einhergehen. Der Käufer wird für diesen angenehmen Umstand normalerweise mit einem Preisnachlass "belohnt": USA-weit gab es zuletzt für Barkäufe einen Preisnachlass von durchschnittlich 23 Prozent, wie ein neuer Report des Immobilien-Analysten RealtyTrac gerade herausfand.

In manchen Regionen waren sogar Discounts von 50 Prozent und mehr zu holen. Nicht so in Südwestflorida. Der Studie zufolge gehören Naples/Immokalee/Marco Island und Fort Myers/Cape Coral zu den neun Ballungsräumen in den USA, wo Barkäufer sogar mehr bezahlten, als Käufer, die per Hypothek finanzierten. Wie News Press berichtet, zahlten Barkäufer im Großraum Naples durchschnittlich 199 Dollar pro Quadratfuß, während "Non-cash"-Käufer nur 192 Dollar bezahlten. Ein ähnliches Szenario, wenn auch mit etwas anderen Zahlen ergab sich für Fort Myers und Cape Coral: Hier zahlten "Cash Buyers" mit 126 Dollar 2 Dollar mehr pro Quadratfuß, als finanzierende Käufer.

Die Analysten sehen diese Entwicklung mit Sorge, denn durch diesen Trend würde der Marktpreis künstlich aufgeblasen und vertreibe traditionelle Käufer mit Hypotheken-Finanzierung vom Markt. Schlimmstenfalls könne es dadurch sogar zu einer negativen Preisentwicklung kommen, zitiert News Press Daren Blomquist, Vizepräsident von RealtyTrac. Die Tatsache, dass aber gleichzeitig weniger Cash-Buyers auf dem Markt sind und auch professionelle Investoren längst in günstigere Märkte ausgewichen sind, sei ein Warnzeichen, so Blomquist weiter. So wurden in Lee County im vergangenen Jahr nur noch 53 Prozent aller Transaktionen von Profi-Investoren getätigt.

Befeuert wurde der Cash-Markt in der Region zuletzt vor allem von Käufern aus dem Norden der Vereinigten Staaten, die dort ihre Häuser mit Gewinn verkaufen konnten und sich nun in Florida niederlassen wollen. Mit ihren großzügigen Barkauf-Geboten konnten sie sich regelmäßig gegen konventionelle Käufer durchsetzen. Mit der derzeitigen Abnahme an Cash-Deals sollten sich aber auch die Preise wieder einpendeln.

 
  
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