01. 01. 2010
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Immobilien & Investments

Königreich Euro: So günstig ist der Sunshine State

Florida war – neben Kalifornien und Nevada – der "Ground Zero" der Immobilienkrise. Gibt es Anzeichen, dass sich der Markt stabilisiert hat und ein langsamer Aufschwung bevorsteht? In bestimmten Segmenten ja – so glauben zumindest unsere Florida Sun Experten. Besonders für europäische Käufer mit ihrem starken Euro sei der Sunshine State derzeit überaus attraktiv.

Autor: Dirk Rheker

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Birte Naber steht auf der Veranda, blickt zum Kanal und strahlt: "Willkommen in unserem zukünftigen Zuhause", so die 32-Jährige. Mit der vier Jahre alten Villa mit 170 Quadratmeter Wohnfläche, drei Schlafzimmern, zwei Bädern und Doppelgarage sind die Osnabrückerin und ihr Lebensgefährte Ralf Gerth (41) am Ziel ihrer Träume. Ihr Makler Gerhard Jakobeit von Century 21 Sunbelt Realty freut sich für die beiden: "Da hat einfach alles zusammengepasst."

In Florida herrscht Schnäppchenzeit. Und vor allem die Deutschen nutzen die Gunst der Stunde. "Der Markt hat in den vergangenen Monaten eindeutig angezogen", so Jakobeit. Aber die Auswahl an günstigen Ferienhäusern sei im Zuge der hiesigen Immobilienkrise noch immer riesig. Außerdem, so der Real-Estate-Profi, profitierten europäische Kunden im Sunshine State weiterhin vom starken Euro.

Spätestens seit dem Amtsantritt Barack Obamas verzeichnen Jakobeit und seine deutschen Maklerkollegen in der Region verstärkt Nachfragen aus "Good old Germany". Mit dem neuen Präsidenten sei eine psychologische Hemmschwelle gefallen – da sind sich die Immobilienprofis sicher. Doch vor allem die immer noch günstigen Einstiegspreise heizen die Nachfrage an. "Wir sind auf dem Preisniveau von 2002 angekommen", bestätigt Hartmut O. E. Meins, der mit seiner BMI International seit über zehn Jahren europäische Hauskäufer und Investoren berät.

Auf Wertsteigerungen von 100 oder 200 Prozent wie in den Boom-Jahren Mitte des Jahrzehnts hofft zwar kaum mehr einer der Käufer. Dass die Zeit zum Erwerb des Traumhauses allerdings reif sein könnte, glauben viele Experten. Viele Deutsche kennen die Region aus alljährlichen Urlauben. Und anstatt zu mieten, überlegt fast jeder Sommerfrischler irgendwann, sich selbst ein Stück vom Paradies zu sichern.
Damit das Traumhaus in den Subtropen kein Dollar-Grab wird, vermieten viele Eigentümer ihre Immobilie während ihrer Abwesenheit. "Das ist ein guter Weg, einen Teil der anfallenden laufenden Kosten zu decken", finden die Immobilienmakler Sabrina und Stephan Sanford aus Fort Myers (siehe auch "Feriendomizil zu vermieten").

"Florida ist wieder da", glaubt auch der Immobilienmakler Rodney Rockwell aus Cape Coral (siehe "Schnäppchen – oder Fettnäppchen?"/Seite 83). Kaum eine andere Region in Amerika war vom Immobilienpreisabschwung stärker betroffen als das unter den Deutschen so beliebte Cape Coral. Lag der durchschnittliche Verkaufspreis eines Einfamilienhauses laut Statistik der National Association of Realtors im Jahr 2006 noch bei 268.000 Dollar, fiel dieser im zweiten Quartal 2009 auf gerade noch 84.000 Dollar. "Aber es ist wieder Bewegung in den Markt gekommen", glaubt Immobilienprofi Rockwell. "Viele amerikanische Investoren sowie Baby-Boomer und natürlich auch Europäer haben Südwestflorida wieder entdeckt."

Auf der anderen Seite des Sonnenstaates in Miami, Miami Beach und Fort Lauderdale sieht es vor allem bei den Ferienappartements ähnlich dramatisch aus: Wechselte das durchschnittliche Condominium in dieser Region im Jahre 2006 noch für 291.800 Dollar den Besitzer, wird es dieser Tage gerade noch mit 105.100 Dollar gehandelt.

Doch des einen Verlust ist des anderen Chance. Aus Sicht von Marion Kaarina Ott, Maklerin und Besitzerin der Dynamic Realty Group in Bay Harbor Islands, bieten sich momentan jedenfalls gute Möglichkeiten (siehe auch "Ausgesprochen attraktiv"): Und wer schon immer davon geträumt habe, in der Gegend um Miami ein zweites Standbein aufzubauen oder ein Ferienhaus zu erwerben, sollte, so Ott, jetzt genauer hinschauen.

 
  
01. 01. 2010
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