30. 04. 2009
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Immobilien & Investments

Let's go wildsouth, in die grüne Stadt von Babcock Ranch

Sie möchten nach Florida auswandern? Nichts Neues im Westen, äh, Süden! Die Seminole-Indianer wussten auf ihrer Flucht vor den Creeks schon im 18. Jahrhundert, dass es für sie nur ein Ziel gab, wo sie ihre Chickee-Pfahlhäuser aufstellen wollten: im sonnigen Florida natürlich. Dank der vielen Sonnenstunden nutzt man hier heutzutage immer mehr Solarenergie für die Stromerzeugung. Nahe Fort Myers entsteht bald sogar eine reine Solarstadt.

Autor: Tanja Weithöner

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Wir sind auch auf der Flucht - wie die Indianer -, und zwar vor dem tristen Alltag und dem ewig grauen Wetter. Im Gepäck: Notebook mit Skype statt Tomahawk und Skalp. Und unser Häuptling heißt nicht Osceola, sondern Syd Kitson. Der nämlich baut auf rund 70 Quadratkilometern unberührtem Land nahe Fort Myers, der Babcock Ranch, eine "grüne Stadt" aus fast 20.000 Wohnhäusern und ein 55 Hektar großes Gewerbegebiet.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen, mit "grün" sind hier nicht Zypressenpfahlbauten und Palmblätterdach gemeint, nein, die Häuser sind hochmodern, nur ihre externe Stromversorgung soll ausschließlich ökologisch korrekt über die weltgrößte Photovoltaik-Solaranlage (75 Megawatt!) erfolgen, so die St. Petersburg Times. Insgesamt hatte Syd's Babcock Ranch eine Fläche von 370 Quadratkilometern mit dichten Sumpfzypressen und Pinienbeständen, in deren Schatten sich noch heute Panther, Schwarzbären und Storche verstecken. Knapp 300 Quadratkilometer davon verkaufte er 2005 für 350 Millionen Dollar an den Staat und Lee County, die das Areal zum Naturschutzgebiet deklarierten.

Auf der verbleibenden Fläche wird noch bis Ende 2009, spätestens Anfang 2010, das erste Photovoltaik-Panel (verwandelt Floridas Sonne direkt in Elektrizität!) gehisst. Innerhalb eines Jahres soll "Solarville" dann komplett stehen, dafür sorgen etwa 400 Bauarbeiter und die finanzielle Unterstützung von Florida Power & Light, einer Unit der FPL Gruppe, globaler Marktführer in Solar- und Windenergie. Wer Teil des nachhaltigen Entwicklingsprojekts mit echter Wildsouth-Atmosphäre werden möchte, muss sich auf Hauspreise im unteren sechsstelligen Bereich bis zu mehr als eine Million Dollar einrichten. Dafür gibt es dann bald ein schönes Stück vom grenzenlos-futuristischen Mikrokosmos "made in Florida".

 

 
  
30. 04. 2009
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