01. 07. 2012
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Immobilien & Investments

Miami Beach: Einmal Boom und zurück

Miami Beach war eine der von der Immobilienkrise am stärksten betroffenen Städte der Vereinigten Staaten. »Foreclosure« und »Short Sales« wurden hier zu geflügelten Worten. Ist die Wende jetzt in Sicht?

Autor: Marion Ott

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Geschichte, so sagt man, wiederholt sich nicht. Oder doch? In der Historie von Miami Beach hat es auf dem Immobilienmarkt immer wieder Episoden von Aufschwüngen und Krisen gegeben. Und nach jedem Tief gab es wieder eine Rückkehr der Käufer und somit zur Normalität.

So auch diesmal: Im vergangenen Jahr waren es vor allem internationale Interessenten, die in Floridas Lifestyle-Metropole aktiv wurden. Diese unterschieden sich naturgemäß erheblich von den Käufern früherer Jahre: Rund 90 Prozent der Kunden aus dem Ausland zahlten ihre Immobilie in bar. Das befeuerte die Umsätze. Im Jahre 2011 wurden in Miami Beach 24.929 Wohnungen verkauft, das waren 46 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Und sogar die Gesamtverkäufe des »Boomjahres« 2005 wurden somit um 4 Prozent übertroffen.

Bei den Einfamilienhäusern zeigte sich die Lage ähnlich: 2011 wurden hier 1.160 Einheiten verkauft, während es im Jahr zuvor nur 928 waren. Insgesamt ist das Inventar – ein wichtiger Gradmesser für den Zustand des Marktes – um 39 Prozent gefallen. Der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus stieg im selben Zeitraum um 8,3 Prozent auf 327.000 Dollar, bei Eigentumswohnungen betrug der Anstieg gar 21,5 Prozent auf 272.186 Dollar.

Die allgemein positiven Nachrichten aus Richtung des Immobilienmarktes spiegeln sich auch in der allgemeinen wirtschaftlichen Lage wider. Die Arbeitslosenquote von Miami Beach liegt »nur noch« bei 9,6 Prozent, ein Rückgang um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Anstieg der Baugenehmigungen um 32,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist ebenso ein Indiz dafür, dass die Zeichen auf Erholung stehen. Experten erwarten, dass das gigantische Überangebot an Neubauwohnungen bis Ende 2012 abgebaut sein könnte. Wichtiger Faktor dabei: Ein neues Verfahren der Federal Housing Finance Agency soll dafür sorgen, dass die verbleibenden »Short Sales« schneller abgewickelt werden können.

Natürlich kann man eine Immobilie in Miami Beach heute nicht mehr zu den »Ausverkauf-Preisen« erwerben wie noch vor zwei Jahren. Dafür hat sich das Inventar zu stark verschmälert. Hier und da ist aber durchaus noch ein »Schnäppchen« zu finden. Vor allem, wenn man mit Experten zusammenarbeitet, die den Markt akribisch nach solchen Gelegenheiten durchkämmen.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern dient ausschließlich der allgemeinen Information.

Über die Autorin:
Marion Kaarina Ott ist Brokerin und Inhaberin von Dynamic Realty Group in Miami Beach. Telefon (305) 915-4854, +49 (152) 15253777025, E-Mail: marion@dynamic-realty.com

 
  
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