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Mit Sicherheit wohnen: Gated Communities in Florida

Floridas »Gated Communities« haben einiges gemeinsam: Alarmanlagen, Zäune, Mauern, Gegensprechanlagen mit Videoüberwachung und Sicherheitspersonal. Sie alle bieten ein wohlbehütetes Leben und einen angenehmen Lebensstil.

Autor: Rita Rüedi

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Durchfahrtsstraßen gibt es hier keine: Floridas »Gated Communities« zeichnen sich durch Ruhe und Überschaubarkeit aus. In der Regel befinden sich in diesen Anlagen zwischen ein paar Dutzend bis zu ein paar Hundert Häusern. Und schon vor Baubeginn wird jedes Detail der Community genauestens geplant – spätere Überraschungen ausgeschlossen. Je nach Standard der Anlage gehört ein Clubhaus zu einer Gated Community, an das oftmals ein Restaurantbetrieb angeschlossen ist. Dieser steht meist exklusiv den Anwohnern und deren Freunden offen – eine gute Möglichkeit, sich mit seinen Nachbarn zu treffen. Um dem Restaurant allerdings eine gewisse Gästeschar zu garantieren, gehört eine festgelegte Anzahl Mahlzeiten oft zum Mitgliedschaftspaket.

Der Lebensstil in den Wohnanlagen setzt auf alle erdenklichen Annehmlichkeiten: So gehören Golf- und Tennisplätze, Fitnesszentren, Kinderspielplätze sowie eigens angelegte Grünflächen und Seen zur Standardausstattung. Die Häuser stehen meist auf kleinen, aber nicht minder teuren Grundstücken, den so genannten »Zero Lots«. Architektonisch setzt man auf einen durchgängigen Stil und nur wenige verschiedene Haustypen werden innerhalb einer Anlage gebaut. Wer Ruhe und Sicherheit sucht, der findet diese in einem Einfamilienhaus, einem modernen Stadthaus oder einem luxuriösen Hochhaus, dessen Wohnungen in ihrem Grundriss einer Luxus-Villa in nichts nachstehen. Vorurteile wie »steriles« oder »unpersönliches« Wohnen, die früher oft mit Gated Communities verbunden wurden, sind längst passé. Wohlbehütet? Eindeutig ja! Die zahlreichen Europäer, die ihr Eigentum nur einige Monate im Jahr bewohnen, können sich in der übrigen Zeit zu Recht in Sicherheit wiegen.

Gemanagt werden solche Wohnanlagen durch eine »Homeowner Association« (HOA) – die Mitgliedschaft ist für Bewohner obligatorisch. Selbstverständlich haben alle Eigentümer ein Mitspracherecht, dennoch behält sich der Vorstand das letzte Wort vor. Der Eigentümer bezahlt an die Verwaltungsorganisation eine jährliche Gebühr, die unter anderem folgende Bereiche abdeckt: Straßenreinigung und -beleuchtung, Pflege der Rasen- und Gartenanlagen sowie der Golf- und Tennisplätze, Pförtnerdienst, Poolreinigung, Fitnessraumwartung und Fassadenunterhalt. Oftmals kommt eine Mitgliedschaft im Golfclub noch separat hinzu.

Mitunter können die Vorschriften innerhalb einer Anlage durchaus streng sein: Von der erlaubten Hundegröße über die möglichen Vermietungen im Laufe eines Jahres bis hin zur Anzahl der Autos in der Hauseinfahrt wird alles geregelt. Wer als potenzieller Käufer eines Objekts in einer Gated Community ein Angebot abgibt, dem wird zur Durchsicht der gültigen Regelungen und Vorschriften meist ein paar Tage gewährt. Ist der Käufer mit diesen nicht einverstanden, berechtigt ihn dies zum Rücktritt aus dem Kaufvertrag.

Fazit: Eine Gated Community bietet einen komfortablen Lebensstil auch für gehobene Ansprüche – und das mit dem besonderen Extra an Sicherheit.

Über die Autorin:
Rita Rüedi ist Realtor bei Just Right Realty Co. in Fort Myers, Lehigh Acres und Naples. Telefon USA (239) 410-7144, Telefon Schweiz + 41 78 624-3506, E-Mail: Auskunftaccelerationnet

 
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Leserkommentare (1 Kommentar)
Kerstin (18.08.2009 17:55)

Wir haben mal Urlaub in einer Gated Community in Florida gemacht. Auch wenn eine Gated Community vielleicht viele Vorteile mit sich bringt, würde ich dennoch keinen Urlaub dort machen bzw. mir dort eine Immobilie zulegen. Dann doch lieber ein schönes freistehendes Haus mit Blick aufs Meer :-) Träumen darf man ja schließlich :-)